﻿{"id":821,"date":"2009-03-27T21:26:35","date_gmt":"2009-03-27T20:26:35","guid":{"rendered":"http:\/\/wallaby.at\/news\/?p=821"},"modified":"2009-08-20T15:42:43","modified_gmt":"2009-08-20T13:42:43","slug":"domainwelt-sp%c3%bcrt-krise-kaum","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wallaby.de\/news\/domain\/domainwelt-sp%c3%bcrt-krise-kaum-p821.html","title":{"rendered":"Domainwelt sp\u00fcrt Krise kaum"},"content":{"rendered":"<div class=\"entry-content\" itemprop=\"text\">\n<h2>Kommende Top-Level-Domains k&auml;mpfen noch mit Unklarheiten<\/h2>\n<p>Zumindest auf die Domainwelt hat die allgemeine wirtschaftliche Krisenstimmung kaum Auswirkungen. Vielmehr meldet die &ouml;sterreichische Registry nic.at sogar Rekordzuw\u00e4chse bei neuen .at-Domains. &quot;Gerade die ersten zweieinhalb Monate 2009 waren die st&auml;rksten bisher&quot;, sagt nic.at-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer Richard Wein im Pressegespr&auml;ch. Eher positiv sei die Stimmung aber auch andernorts gerade in Europa. So w&auml;chst auch die Zahl der .de-Domains immer weiter. Damit scheint das allgemeine Umfeld f&uuml;r die geplante Einf&uuml;hrung zus&auml;tzlicher Top-Level-Domains (TLDs) mit Community- oder Markenbezug zwar gut. Allerdings sind wenige Monate vor dem geplanten Start der ersten Bewerbungsrunde noch viele Fragen offen &#8211; sowohl aus Sicht von Kritikern als auch Bef\u00fcrwortern.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Erst Mitte des Monats gab es in Barcelona einen Workshop des Council of European National Top Level Domain Registries (<a href=\"https:\/\/www.centr.org\" title=\"Zur Website von centr\">CENTR<\/a>)&nbsp; , wo etwa 50 Registrys vertreten waren. &quot;Es ist fast nirgends etwas von Krise zu sp&uuml;ren&quot;, berichtet Wein auf Nachfrage von pressetext. Einzig die sogenannten &quot;Domainer&quot;, die vom Handel mit und den Werbeeinnahmen von geparkten Domains leben, seien nennenswert betroffen. Nic.at selbst dagegen meldet eine anhaltend positive Entwicklung und mit heute, Freitag, &uuml;ber 836.000 registrierte .at-Domains. Im Jahr 2010 hofft man, die Mio.-Grenze zu knacken. Auch die deutsche .de-TLD w&auml;chst immer weiter. Nachdem im April 2008 die Zw&ouml;lf-Mio.-Marke &uuml;berschritten wurde, gibt es heute schon mehr als 12,7 Mio. .de-Domains.  An sich ist das Umfeld also gut f&uuml;r die geplante Einf&uuml;hrung neuer TLDs. Dennoch bezeichnet Wein die aktuelle Planung, ein erstes Bewerbungsfenster noch im Dezember dieses Jahres zu &ouml;ffnen, als &quot;sehr ambitioniert&quot;. Denn die oberste Internetverwaltung <a href=\"http:\/\/www.icann.org\" title=\"Zur Website von icann\">ICANN <\/a>muss vorher noch Studien etwa zu Markenrechtsfragen rund um neue TLDs durchf&uuml;hren. Hier sehen Kritiker ein gro&szlig;es Risiko an &quot;<a href=\"http:\/\/dotberlin.de\" title=\"zur Website von dotberlin\">.berlin<\/a>&quot; und Co, vor dem erst k&uuml;rzlich die World Intellectual Property Organization gewarnt hat. Proctor &amp; Gamble etwa habe abgesch&auml;tzt, dass Domainregistrierungen zu Markenschutzwecken, die durch neue TLDs n&ouml;tig werden, Kosten im zweistelligen Mio.-Dollar-Bereich mit sich bringen w&uuml;rden. Au&szlig;erdem sind Streits vorprogrammiert, etwa rund um &quot;.apple&quot;. Hier k&ouml;nnte das Technikunternehmen erneut in Konflikt mit der Beatles-Plattenfirma Apple Corps geraten oder auch der amerikanischen Vereinigung der Apfelz&uuml;chter. Ein weiterer Kritikpunkt ist eine m&ouml;gliche Verwirrung der Nutzer.  Doch auch f&uuml;r Bef&uuml;rworter neuer TLDs sind noch wichtige Fragen offen. Dazu z&auml;hlt etwa, als welche Art von TLD sie in der Struktur des Internets z&auml;hlen und wer f&uuml;r Grundsatzentscheidungen innerhalb der TLD verantwortlich w&auml;re. Hier wollen sich manche Interessenten nicht von der ICANN dreinreden lassen, die mit der US-Regierung verbunden ist. Au&szlig;erdem will die ICANN internationalisierte Domainnamen auf TLD-Ebene &#8211; darunter solche in arabischen, chinesischen oder kyrillischen Schriftzeichen &#8211; gleichzeitig mit den anderen neuen TLDs einf&uuml;hren. Das st&ouml;&szlig;t unter anderem den Russen sauer auf, die n&ouml;tigenfalls mit einer eigenen L&ouml;sung und damit einer Fragmentierung des Internets drohen.  Au&szlig;erdem ist die Frage, f&uuml;r wen sich das teure Projekt einer eigenen TLD wirklich lohnt. &quot;Vor allem f&uuml;r Tourismusregionen oder bekannte Marken wird diese M&ouml;glichkeit attraktiv&quot;, meint Wein. Angesichts der hohen Kosten solch eines Projekts und der damit verbundenen Zahl an Domainregistrierungen, die f&uuml;r eine rentable, unsubventionierte Umsetzung n&ouml;tig w&auml;ren, ist er aber skeptisch, ob sich optimistische Prognosen, die teils mehrere Tausend neue TLDs erwarten, erf&uuml;llen werden (Wien, pte\/27.03.2009\/11:35).<\/p>\n\n\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"entry-summary\" itemprop=\"text\">\n<p>Kommende Top-Level-Domains k&auml;mpfen noch mit Unklarheiten Zumindest auf die Domainwelt hat die allgemeine wirtschaftliche Krisenstimmung kaum Auswirkungen. Vielmehr meldet die &ouml;sterreichische Registry nic.at sogar Rekordzuw\u00e4chse bei neuen .at-Domains. &quot;Gerade die ersten zweieinhalb Monate 2009 waren die st&auml;rksten bisher&quot;, sagt nic.at-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer Richard Wein im Pressegespr&auml;ch. 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