﻿{"id":781,"date":"2009-03-23T18:21:51","date_gmt":"2009-03-23T17:21:51","guid":{"rendered":"http:\/\/wallaby.at\/news\/?p=781"},"modified":"2009-03-23T18:21:51","modified_gmt":"2009-03-23T17:21:51","slug":"youtube-rechtestreit-auf-kosten-von-amateurvideos","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wallaby.de\/news\/technik\/youtube-rechtestreit-auf-kosten-von-amateurvideos-p781.html","title":{"rendered":"YouTube &#8211; Rechtestreit auf Kosten von Amateurvideos"},"content":{"rendered":"<div class=\"entry-content\" itemprop=\"text\">\n<p><strong>Warner Music l\u00e4sst Tausende Clips sperren<br \/>\n<\/strong>Mountain View (pte\/23.03.2009\/13:55) &#8211; Die Urheberrechtsstreitigkeiten zwischen YouTube http:\/\/www.youtube.com und Rechteinhabern wirken sich negativ auf die Amateurvideos auf der Plattform aus. Seitdem im vergangenen Dezember Lizenzverhandlungen zwischen Warner Music und der Google-Videoseite platzten, l\u00e4sst das Majorlabel seine Inhalte kontinuierlich von YouTube entfernen. Davon sind allerdings nicht nur die professionellen Videos betroffen, sondern auch Tausende Amateurvideos, in denen User beispielsweise Weihnachtslieder nachspielen oder -singen, deren Rechte bei Warner liegen. Wie die New York Times berichtet, sp\u00fcrt das YouTube-System zur Identifikation von gesch\u00fctztem Content gleicherma\u00dfen professionelle wie Amateurinhalte auf und macht dabei keine Unterscheidung.<\/p>\n<p>&#8222;Wir sowie unsere K\u00fcnstler teilen die Frustration der Nutzer dar\u00fcber, wenn Inhalte gesperrt werden. YouTube generiert Ums\u00e4tze \u00fcber von Usern gepostete Inhalte, die in der Regel Lizenzen seitens der Rechteinhaber bed\u00fcrfen&#8220;, so Will Tanous, Sprecher von Warner Music. Derzeit mache das Label YouTube auf Warner-Content aufmerksam. Das Identifizierungssystem der Plattform entferne dann alle unlizenzierten Tracks, egal wie diese eingesetzt w\u00fcrden. Laut Electronic Frontier Foundation &#8211; eine Internet-B\u00fcrgerrechtlergruppe, die betroffene YouTube-Nutzer dazu aufrief, sich zu melden &#8211; wird bei den Amateurvideos nun entweder der Ton abgedreht oder das Video komplett von der Plattform genommen.<\/p>\n<p>Der Videoschwund auf YouTube spiegelt auch einen allgemeinen Trend wider: Die Spannungen zwischen Rechteinhabern und Internetseiten, die kostenlosen Content anbieten, nehmen generell stetig zu. Der Zwist zwischen Warner und YouTube zeigt, dass die beteiligten Parteien zunehmend Schwierigkeiten haben, sich auf angemessene Lizenzvereinbarungen zu einigen. Bevor die Verhandlungen zwischen der Google-Videoplattform und dem Majorlabel Ende vergangenen Jahres scheiterten, befanden sich YouTube und Warner zwei Jahre lang in einer Kooperation. Doch Warner war die finanzielle Beteiligung an den YouTube-Werbeeinnahmen am Ende offenbar zu&#8230;<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>gering und ein neuer Deal kam bislang nicht mehr zustande. Google scheint nicht bereit zu sein, die Zahlungen deutlich nach oben zu schrauben, was sich zuletzt auch in einem Streit mit der britischen Musikindustrie zeigte (pressetext berichtete: http:\/\/pressetext.com\/news\/090310021\/). Nach gescheiterten Verhandlungen entschloss sich die Plattform, Musikvideos f\u00fcr britische Nutzer vorerst zu sperren.<\/p>\n<p>F\u00fcr YouTube ist der Wegfall von Warner-Content durchaus problematisch. So sind die professionellen Musikvideos einer der am meisten genutzte Bereich auf der Plattform. Dar\u00fcber hinaus ist das insgesamt am h\u00e4ufigsten gesehene Video auf YouTube nicht etwa ein nutzergenerierter Clip, sondern ein Musikvideo von Avril Lavigne mit \u00fcber 117 Mio. Views. Eine regelm\u00e4\u00dfige Zufuhr professioneller Musikvideos hilft der Videoseite dabei, die Werbeeinnahmen zu steigern. Sowohl f\u00fcr Google als auch f\u00fcr Warner wird sich letztlich die Frage stellen, wen die Nutzer f\u00fcr den Videoschwund verantwortlich machen. &#8222;Ich habe das Gef\u00fchl, die \u00f6ffentliche Meinung \u00fcber Plattenfirmen ist so feindlich, dass es YouTube gelingen wird von jeglichen Beschwerden abzulenken&#8220;, meint zumindest Phil Leigh, Analyst f\u00fcr Neue Medien von der Consultingfirma Inside Digital Media.<\/p>\n\n\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"entry-summary\" itemprop=\"text\">\n<p>Warner Music l\u00e4sst Tausende Clips sperren Mountain View (pte\/23.03.2009\/13:55) &#8211; Die Urheberrechtsstreitigkeiten zwischen YouTube http:\/\/www.youtube.com und Rechteinhabern wirken sich negativ auf die Amateurvideos auf der Plattform aus. 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