﻿{"id":76,"date":"2006-06-12T20:29:09","date_gmt":"2006-06-12T19:29:09","guid":{"rendered":"http:\/\/wallaby.at\/news\/onlinerecht\/bilder-und-links-auf-webseiten-k\u00f6nnen-teuer-werden-76.html"},"modified":"2013-01-25T15:01:05","modified_gmt":"2013-01-25T14:01:05","slug":"bilder-und-links-auf-webseiten-k%c3%b6nnen-teuer-werden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wallaby.de\/news\/onlinerecht\/bilder-und-links-auf-webseiten-k%c3%b6nnen-teuer-werden-p76.html","title":{"rendered":"Bilder und Links auf Webseiten k\u00f6nnen teuer werden"},"content":{"rendered":"<div class=\"entry-content\" itemprop=\"text\">\n<h3>Abmahnfalle Internet<\/h3>\n<p>Ein arglos kopiertes Bild, ein unbedacht gesetzter Link &#8211; auch kleinste Rechtsverst\u00f6\u00dfe im Internet lassen sich von gewieften Anw\u00e4lten blitzschnell aufsp\u00fcren und teuer ahnden. Deutsche Gesetze laden zum Missbrauch von Abmahnungen geradezu ein. Betroffene sollten eine Abmahnung auf keinen Fall ignorieren, so das Computermagazin c&#8217;t in der aktuellen Ausgabe 13\/06.<!--more--><\/p>\n<p>Was im privaten Umfeld folgenlos bleibt, wird im Web zum Verh\u00e4ngnis: Die freim\u00fctige Meinungs\u00e4u\u00dferung in einem Forum wird zur Beleidigung, der eBay-Weiterverkauf eines Produktplagiats zur Markenrechtsverletzung. Mit Hilfe einer Suchmaschine finden Rechtsanw\u00e4lte oder ihre Mandanten solche Rechtsbr\u00fcche kinderleicht und in k\u00fcrzester Zeit. Fast ohne Aufwand verschicken die schwarzen Schafe unter ihnen massenhaft Abmahnungen und kassieren horrend hohe Geb\u00fchren daf\u00fcr. Wenn ein Kind ein paar urheberrechtlich gesch\u00fctzte Fotos unbedacht in seine Hobby-Homepage einbaut, kann das die Eltern mehr als 3000 Euro kosten.<\/p>\n<p>Der deutsche Gesetzgeber hat solcherlei Praktiken ungewollt lukrativ gemacht: Anwaltshonorare bemessen sich hier zu Lande nach dem Gegenstandswert, und da lassen windige Advokaten gerne ihre Phantasie spielen. Bei geringf\u00fcgigen Online-Rechtsverst\u00f6\u00dfen werden oft Betr\u00e4ge von 30.000 Euro und mehr veranschlagt. Solch irrwitzige Summen sollen laut Bundesjustizministerium bald nicht mehr erlaubt sein, allerdings nur bei einfachen Urheberrechtsverst\u00f6\u00dfen. &#8222;Warum eine Kostendeckelung bei Abmahnungen von geringf\u00fcgigen Rechtsverst\u00f6\u00dfen nur im Urheberrecht gelten soll, ist unplausibel und nicht nachvollziehbar&#8220;, kommentiert c&#8217;t-Redakteur Holger Bleich. &#8222;Eine solch halbherzige Regelung wird nicht gen\u00fcgen, den Missbrauch mit Abmahnungen einzud\u00e4mmen.&#8220;<\/p>\n<p>Betroffenen r\u00e4t c&#8217;t-Experte Holger Bleich: &#8222;Eine Abmahnung sollte man auf jeden Fall ernst nehmen, ansonsten droht eine teure gerichtliche Auseinandersetzung.&#8220; Mit einer Unterlassungserkl\u00e4rung best\u00e4tigt man der Gegenseite, den vorgeworfenen Rechtsversto\u00df in Zukunft nicht wieder zu begehen. Bei der genauen Formulierung gibt es genauso einen Spielraum wie bei der Frage nach der \u00dcbernahme und H\u00f6he der Anwaltskosten &#8211; den sollte man nutzen. Ist die Abmahnung offensichtlich ungerechtfertigt oder sind die Anwaltsrechnungen immens hoch, empfiehlt es sich, einen spezialisierten Anwalt hinzuzuziehen (<a target=\"_blank\" title=\"Zur Pressemeldung von Heise\" href=\"http:\/\/www.pressebox.de\/pressemeldungen\/heise-zeitschriften-verlag-gmbh-co-kg-ein-unternehmen-der-heise-medien-gruppe-gmbh-co-kg\/boxid-65139.html\">Pressebox<\/a>, Hannover, 12.06.2006).<\/p>\n\n\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"entry-summary\" itemprop=\"text\">\n<p>Ein arglos kopiertes Bild, ein unbedacht gesetzter Link &#8211; auch kleinste Rechtsverst\u00f6\u00dfe im Internet lassen sich von gewieften Anw\u00e4lten blitzschnell aufsp\u00fcren und teuer ahnden. Deutsche Gesetze laden zum Missbrauch von Abmahnungen geradezu ein. 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