﻿{"id":649,"date":"2009-02-18T21:37:33","date_gmt":"2009-02-18T20:37:33","guid":{"rendered":"http:\/\/wallaby.at\/news\/?p=649"},"modified":"2009-02-18T21:37:33","modified_gmt":"2009-02-18T20:37:33","slug":"google-gratis-trick-zur-datensammlung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wallaby.de\/news\/suchmaschine\/google-gratis-trick-zur-datensammlung-p649.html","title":{"rendered":"Google &#8211; Gratis-Trick zur Datensammlung"},"content":{"rendered":"<div class=\"entry-content\" itemprop=\"text\">\n<p><strong>Kostenloses Service-Imperium bindet User an den Suchgiganten <\/strong><\/p>\n<p>Montain View\/Wien\/M\u00fcnster (pte\/14.02.2009\/06:15) &#8211; Daten sind das Zahlungsmittel im heutigen Informationszeitalter. Der Suchmaschinengigant Google versteht dieses Gesch\u00e4ft wie kein anderer Konzern und pflegt sein Image als welt- und menschenverbundenes Unternehmen, das sich f\u00fcr die Gesellschaft engagiert, indem es Programme und Services kostenlos zur Verf\u00fcgung stellt. V\u00f6llig kostenlos sind die Programme freilich nicht, denn der Nutzer bezahlt mit seinem pers\u00f6nlichen Daten- und Webnutzungsprofil. User nehmen die Gratisangebote gerne an und damit bewusst oder unbewusst in Kauf, dass sie zunehmend genauer durchleuchtet werden. Daraus resultieren Benutzer- und Interessensprofile sowie angepasste Werbeangebote. Dem Konzern hat diese Verkn\u00fcpfung von Informationen bei Kritikern den wenig schmeichelhaften Ruf einer &#8222;Datenkrake&#8220; eingehandelt. Ein Daten-Supergau ist bisher zwar ausgeblieben, die potenzielle Gefahr schwebt allerdings wie ein Damoklesschwert \u00fcber dem weltweiten Web.<br \/>\n<!--more--><br \/>\nDer Datenschutzexperte Carsten Hoppe hat auf seiner Webseite eine Liste jener Daten zusammengestellt, die Google offiziell zusammentr\u00e4gt <a title=\"zum blog von Carsten Hoppe\" href=\"http:\/\/www.blog.datenwachschutz.de\/2009\/01\/w \" target=\"_self\">http:\/\/www.blog.datenwachschutz.de\/2009\/01\/w <\/a>. Neben Suchbegriffen registriert Google aufgerufene Seiten, Usernamen sowie Passw\u00f6rter, scannt E-Mails bei Google Mail und alle erstellten Texte bei Google Docs. Dar\u00fcber hinaus loggt Google auf YouTube mit, welcher User welches Video aufgerufen hat. Angesichts dessen stellt sich die Frage, warum jemand freiwillig Informationen an den US-Konzern abliefern will. Immerhin gibt es eine Reihe von alternativen Programmen, die meist ebenso gute Arbeit leisten wie die entsprechende Google-Software. Dabei kommt dem Internetriesen die Bequemlichkeit der User zugute, die einen Dienst bevorzugen, der viele Funktionen aus einer Hand liefert. &#8222;Die Faszination liegt darin, dass Google viele Services anbietet und sich allein \u00fcber die Suche schon zig Dienste einfach finden und bedienen lassen&#8220;, so Hoppe gegen\u00fcber pressetext.<\/p>\n<p>Selbst wenn man dezidiert Googles Datenradar entkommen will, f\u00e4llt das dem Nomaluser nicht leicht. So ist das Unternehmen mit Analytics mittlerweile auf vielen Webseiten pr\u00e4sent und leistet dort User-Analysedienste f\u00fcr den Webseitenbetreiber, ohne dass der Besucher dies im Normalfall mitbekommt. &#8222;Auch wenn man Google vermeiden will oder aktiv umgeht, ger\u00e4t man in die Google-F\u00e4nge, weil die Datensammler versteckt agieren&#8220;, sagt der Journalist und Autor Gerald Reischl, dessen Buch &#8222;Die Googlefalle&#8220; <a title=\"Zum Buch die Googlefalle\" href=\"http:\/\/www.googlefalle.com \" target=\"_self\">http:\/\/www.googlefalle.com <\/a>demn\u00e4chst in der sechsten Auflage erscheint, im Gespr\u00e4ch mit pressetext. &#8222;Datenschutztechnisch sind diese Tools bedenklich&#8220;, pflichtet Hoppe bei. Verantwortungsvolle Webseitenbetreiber w\u00fcrden das Tool aus diesen Gr\u00fcnden auch nicht einsetzen, so Hoppe.<\/p>\n<p>Googles Begr\u00fcndung f\u00fcr die angeh\u00e4uften Datenmassen ist, dass man die Suche verbessern und f\u00fcr den Nutzer angenehmer und effizienter gestalten wolle. Dieser Ansatz hat nat\u00fcrlich seine Berechtigung, allerdings geht der Konzern aus Montain View vielen Kritikern dabei zu weit. &#8222;Andere Suchmaschinen sammeln ebenfalls Daten und das ist im eigentlichen Sinn nicht schlimm. Um sie weiter verarbeiten zu k\u00f6nnen, m\u00fcssen diese Daten zusammengetragen werden&#8220;, meint Hoppe. &#8222;Google geht hier einen Schritt weiter, da es sehr viele Daten sammelt, diese dann aber auch teilweise verkn\u00fcpft.&#8220; User, die viele Dienste nutzen, k\u00f6nnen gut katalogisiert und kategorisiert werden. &#8222;Google verf\u00fcgt \u00fcber diese Daten, das Unternehmen kann und wird sie in Zukunft auch nutzen&#8220;, so Hoppe.<\/p>\n<p>Google hat es verstanden, die Zeichen der Zeit zu erkennen und entsprechend am Markt zu agieren. Das Unternehmen hat als erster auf das Internet als alleinigen Vertriebskanal gesetzt. &#8222;Bei Google kommt alles aus einer Hand, s\u00e4mtliche Dienste sind unter einer Adresse zu finden. Mit einem Klick befindet man sich in einem Service-Imperium, das von der Routenplanung \u00fcber das Bildbearbeitungsprogramm bis zum Mail-Programm alles beinhaltet, was der User ben\u00f6tigt&#8220;, f\u00fchrt Reischl aus. Die Strategen des Konzerns haben auch bereits den n\u00e4chsten Schritt gesetzt. K\u00fcnftig wird das Google-Serviceangebot nicht nur vom Rechner aus nutzbar sein, sondern auch am Mobiltelefon. Damit er\u00f6ffnet sich eine weitere Dimension von Profilerstellung. Die Spuren der User k\u00f6nnen schlie\u00dflich nicht nur im Internet, sondern GPS-gest\u00fctzt via Android-Handy im realen Leben verfolgt werden.<\/p>\n\n\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"entry-summary\" itemprop=\"text\">\n<p>Kostenloses Service-Imperium bindet User an den Suchgiganten Montain View\/Wien\/M\u00fcnster (pte\/14.02.2009\/06:15) &#8211; Daten sind das Zahlungsmittel im heutigen Informationszeitalter. Der Suchmaschinengigant Google versteht dieses Gesch\u00e4ft wie kein anderer Konzern und pflegt sein Image als welt- und menschenverbundenes Unternehmen, das sich f\u00fcr die Gesellschaft engagiert, indem es Programme und Services kostenlos zur Verf\u00fcgung stellt. 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