﻿{"id":411,"date":"2007-09-10T15:59:54","date_gmt":"2007-09-10T14:59:54","guid":{"rendered":"http:\/\/wallaby.at\/news\/epayment\/google-will-handy-zur-geldb\u00f6rse-machen-411.html"},"modified":"2007-09-10T15:59:54","modified_gmt":"2007-09-10T14:59:54","slug":"google-will-handy-zur-geldb%c3%b6rse-machen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wallaby.de\/news\/epayment\/google-will-handy-zur-geldb%c3%b6rse-machen-p411.html","title":{"rendered":"Google will Handy zur Geldb\u00f6rse machen"},"content":{"rendered":"<div class=\"entry-content\" itemprop=\"text\">\n<h2>Mobile Bezahlsysteme etablieren sich allerdings nur langsam<\/h2>\n<p>Die Strategien des Suchmaschinen-Giganten Google f\u00fcr den Marktstart eines eigenen Mobiltelefons nehmen immer konkretere Z\u00fcge an. Und dabei geht es dem Konzern in Mountain View nicht nur um Telefondienste. Google will das Handy zur Geldb\u00f6rse machen und damit mobile Bezahlverfahren (M-Payment) vorantreiben. Das Bezahlverfahren Gpay hat man sich beim US-Patentamt bereits sch\u00fctzen lassen. Das Marktforschungsunternehmen <a href=\"http:\/\/www.abiresearch.com\" title=\"Zur Homepage des Marktforschungsunternehmens ABI Research\" target=\"_blank\">ABI Research<\/a> prognostiziert bis 2012 indes Umsatzm\u00f6glichkeiten von rund acht Milliarden US-Dollar mit mobilen Zahlungsverfahren. 2006 wurden demnach zehn Millionen Dollar umgesetzt.<!--more--><\/p>\n<p>Bahn- und Parktickets kann man in verschiedenen Pilotprojekten in Europa bereits seit einigen Jahren via Handy bezahlen, Kinokarten und Zigaretten am Automaten seit kurzem ebenfalls. Englische Handy-Anbieter wollen mit einem neuen einheitlichen Standard namens PayForIt dem Bezahlen per Handy endg\u00fcltig zum Durchbruch verhelfen. Der jeweilige Rechnungsbetrag wird mit der n\u00e4chsten Handy-Rechnung abgerechnet. &#8222;In wenigen Jahren werden auch wir beim Einkauf im Supermarkt unser Handy \u00fcber ein Leseger\u00e4t ziehen, und der Betrag wird automatisch per Telefonrechnung abgebucht&#8220;, spekuliert &#8222;Die Welt&#8220; angesichts der rasanten Entwicklung vor allem im asiatischen Raum. Als Pionier gilt Japan. Hier hat der Mobilfunknetzbetreiber NTT Docomo seine Handys mit der erforderlichen Near Field Communication Technik (NFC) ausger\u00fcstet und, um die Akzeptanz zu steigern, Kassensysteme im Handel subventioniert. Dabei wird das Handy drahtlos mit dem Computer verbunden und die Zahlung abgewickelt.<\/p>\n<p>In Deutschland testen elf Nahverkehrsregionen derzeit gemeinsam das Pilotprojekt <a href=\"http:\/\/www.dashandyticket.de\" title=\"Zur Homepage des Pilotprojekts HandyTicket\" target=\"_blank\">HandyTicket<\/a>. Hier w\u00e4hlt und bestellt der Kunde bequem per Handy den Fahrschein. Ohne Wartezeiten, Kleingeldsorgen und Papierschein kann er sofort in Bus oder Bahn einsteigen. Einem weiteren Versuch, M-Payment zu etablieren, macht man demn\u00e4chst bei der Deutschen Bahn, und zwar unter dem Titel Touch &#038; Travel, wof\u00fcr aber noch Testpersonen gesucht werden. Die Tester werden mit einem mit RFID-Chip (Radio Frequency Identification) ausger\u00fcsteten Handy ausgestattet, mit dem sie sich jeweils vor Fahrtbeginn bei einem Touchpoint an und nach ihrer Fahrt wieder abmelden. Der Abschied vom Kleingeld findet jedoch noch nicht \u00fcberall Beifall, vor allem, weil es in Deutschland einerseits ausgereifte andere Bezahlsysteme gibt, andererseits einheitliche Standards f\u00fcr die Bezahlung per Handy fehlen. Au\u00dferdem: &#8222;Ein neues System muss einen Zusatznutzen bieten, und den sehe ich nicht&#8220;, sagt Arno Wilfert von <a href=\"http:\/\/www.pwc.de\" title=\"Zur Website von Pricewaterhouse Coopers\" target=\"_blank\">Pricewaterhouse Coopers<\/a>. Schlie\u00dflich sei der Investitionsaufwand zur Einrichtung von Annahmestellen erheblich.<\/p>\n<p>Die weite Verbreitung von mobilen Bezahlsystemen h\u00e4ngt allerdings stark von den Angeboten der Netzbetreiber ab und der Unabh\u00e4ngigkeit von Plattformen f\u00fcr Service und Abrechnung. &#8222;Neue mobile Bezahlwege setzen sich erst dann durch, wenn sie einen hohen Komfort in der Nutzung f\u00fcr den Endkunden mit g\u00fcnstigen Konditionen f\u00fcr Anbieter verkn\u00fcpfen, sagt Omar Khorshed, Vorstandschef der <a href=\"http:\/\/www.acoreus.de\" title=\"Zur Site der acoreus AG\" target=\"_blank\">acoreus AG<\/a>. Der D\u00fcsseldorfer Billing-Experte sieht k\u00fcnftig ein Nebeneinander klassischer und neuer Modelle. Dabei m\u00fcssten sowohl die klassische Zahlung \u00fcber Kreditkarte, \u00dcberweisung und Lastschrift, als auch die innovativen Zahlungsm\u00f6glichkeiten erfolgreich miteinander verkn\u00fcpft werden. &#8222;Fahrkartenkauf \u00fcber eine registrierte Mobilrufnummer ist bereits heute in vielen St\u00e4dten m\u00f6glich. Zuk\u00fcnftig k\u00f6nnte das Mobiltelefon eigenst\u00e4ndig \u00fcber Bluetooth den Zugang zur Parkgarage \u00f6ffnen&#8220;, meint Khorshed.<\/p>\n<p>Branchenkenner erwarten ohnehin eine Diversifizierung von Zahlungssystemen, einen weltweit einheitlichen Trend erkennen beispielsweise die Gartner-Analysten nicht. Laut einer aktuellen Studie ist es etwa stark von der jeweiligen Landeskultur abh\u00e4ngig, welche Art des digitalen Geldes sich durchsetzen wird. &#8222;W\u00e4hrend in den nordeurop\u00e4ischen L\u00e4ndern Mobile-Payment-L\u00f6sungen, etwa \u00fcber das Handy, sehr gerne genutzt werden, ist speziell in Deutschland die Abneigung dagegen sehr gro\u00df&#8220;, berichtet die Computerzeitung. Allerdings scheint Deutschland aufzuholen: Hierzulande erkennt Gartner eine wachsende Akzeptanz f\u00fcr die kontaktlose Geldkarte auf RFID-Basis und f\u00fcr biometrische Zahlungsmittel (<a href=\"http:\/\/www.pressetext.de\/pte.mc?pte=070908006\" title=\"pressetext Artikel \u00fcber Googles Idee f\u00fcr Handybezahldienst\" target=\"_blank\">pressetext.deutschland<\/a>, Mountain View\/Hamburg, 08.09.2007).<\/p>\n\n\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"entry-summary\" itemprop=\"text\">\n<p>Mobile Bezahlsysteme etablieren sich allerdings nur langsam Die Strategien des Suchmaschinen-Giganten Google f\u00fcr den Marktstart eines eigenen Mobiltelefons nehmen immer konkretere Z\u00fcge an. Und dabei geht es dem Konzern in Mountain View nicht nur um Telefondienste. Google will das Handy zur Geldb\u00f6rse machen und damit mobile Bezahlverfahren (M-Payment) vorantreiben. 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