﻿{"id":324,"date":"2007-05-24T19:22:48","date_gmt":"2007-05-24T18:22:48","guid":{"rendered":"http:\/\/wallaby.at\/news\/ebusiness\/digitale-signatur-fokus-auf-privatpersonen-strategischer-fehler-324.html"},"modified":"2007-05-24T19:22:48","modified_gmt":"2007-05-24T18:22:48","slug":"digitale-signatur-fokus-auf-privatpersonen-strategischer-fehler","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wallaby.de\/news\/ebusiness\/digitale-signatur-fokus-auf-privatpersonen-strategischer-fehler-p324.html","title":{"rendered":"Digitale Signatur &#8211; Fokus auf Privatpersonen strategischer Fehler"},"content":{"rendered":"<div class=\"entry-content\" itemprop=\"text\">\n<h2>CEO Gerald C\u00e4sar des Technologieanbieters xyzmo im pressetext-Interview<\/h2>\n<p>Das \u00f6sterreichische Softwareunternehmen <a href=\"http:\/\/www.xyzmo.com\" title=\"Zur Website des \u00f6sterreichischen Technologie-Anbieters xyzmo\" target=\"_blank\">xyzmo<\/a> gilt als einer der international f\u00fchrenden Technologieanbieter f\u00fcr digitale Signaturl\u00f6sungen. Im Interview mit pressetext erkl\u00e4rt CEO Gerald C\u00e4sar, warum sich die Technologie ungeachtet der Anstrengungen von Marketingstrategien noch immer nicht durchsetzen konnte. Weiters berichtet der xyzmo-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer \u00fcber die internationalen rechtlichen Anforderungen im Bereich der digitalen Signatur und zeigt auf, warum es psychologisch wichtig ist, die digitale Welt mit der klassischen Welt zu verkn\u00fcpfen.<!--more--><\/p>\n<p><strong>pressetext:<\/strong> Warum sollte der Markt gerade beim Thema &#8218;Digitale Signatur&#8216; einem Start-up-Unternehmen wie xyzmo vertrauen?<br \/>\n<strong>C\u00e4sar:<\/strong> Die Wurzeln von xyzmo gehen auf die Firma Trodat zur\u00fcck, die sich bereits Ende der 90er-Jahre damit auseinandergesetzt hat, wie man den klassischen Stempel in die digitale Welt \u00fcbersetzen kann. Neben den herk\u00f6mmlichen Gestaltungs- und Einsatzm\u00f6glichkeiten, die ein Stempel liefert, besitzt unser digitaler Stempelabdruck auch einen einfachen Pr\u00fcflink. Dieser erm\u00f6glicht dem Empf\u00e4nger ohne Zusatzinstallation mit nur einem Maus-Klick und der eigenen Webverbindung zu \u00fcberpr\u00fcfen, ob das Dokument unver\u00e4ndert ist und tats\u00e4chlich vom Absender stammt. Psychologisch ist es immens wichtig, Analogien zwischen der digitalen Welt und den vertrauten Abl\u00e4ufen in der klassischen Arbeitswelt zu schaffen.<\/p>\n<p><strong>pressetext:<\/strong> Wie k\u00f6nnen Unternehmen von Ihren L\u00f6sungen profitieren?<br \/>\n<strong>C\u00e4sar:<\/strong> Im Wesentlichen gibt es zwei Anwendungsszenarien. Zum einen will man mit einer pers\u00f6nlichen Unterschrift einen Vertrag abschlie\u00dfen. Das ist eine alte Gepflogenheit der Menschheit, die jetzt vom Papier auf elektronische Dokumente \u00fcbertragen wird. F\u00fcr Unternehmen hat das zum Vorteil, dass das Dokument nicht mehr physisch hin- und hergeschickt und zur Archivierung erst eingescannt werden muss. Das geht digital in einer Sekunde und erspart viel Zeit und Kosten. Im zweiten Anwendungsfall geht es darum, Hunderte, Tausende, Millionen von Dokumente zu signieren. Da wird nat\u00fcrlich eine automatisierte L\u00f6sung gebraucht.<\/p>\n<p><strong>pressetext:<\/strong> Seit Jahren wird vom Durchbruch der digitalen Signatur gesprochen. Was ist schiefgegangen, dass sich die Technologie bis heute nicht durchgesetzt hat?<br \/>\n<strong>C\u00e4sar:<\/strong> Man hat sehr stark darauf gesetzt, jedem B\u00fcrger eine Smartcard f\u00fcr E-Government und \u00e4hnliche Applikationen zu geben. Au\u00dfer in jenen L\u00e4ndern, wo die Anwendung gesetzlich verordnet wurde, hat das aber nicht funktioniert. Wir sehen den Markt derzeit viel mehr im Business-Umfeld, wo sich Unternehmen eine Menge Geld sparen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><strong>pressetext:<\/strong> Ihrer Meinung nach war es also ein Fehler, sich zun\u00e4chst auf Privatpersonen und Einzelkonsumenten zu konzentrieren?<br \/>\n<strong>C\u00e4sar:<\/strong> Die Fokussierung auf Privatpersonen war sicherlich ein strategischer Fehler, zumal diese derzeit noch einen geringen pers\u00f6nlichen Nutzen von der Technologie haben. Zudem war der technische Aufwand bis vor kurzem einfach noch viel zu hoch und hat &#8211; nicht zuletzt aufgrund der oftmals wenig ausgereiften L\u00f6sungen &#8211; selbst bei ambitionierten Personen zu Frusterlebnissen gef\u00fchrt.<\/p>\n<p><strong>pressetext:<\/strong> Warum sollte das im Business-Umfeld anders sein? Sind die L\u00f6sungen dort ausgereifter?<br \/>\n<strong>C\u00e4sar:<\/strong> Wie jede Technologie darf die digitale Signatur nicht dem Selbstzweck dienen, sondern muss konkrete Problemstellungen l\u00f6sen k\u00f6nnen. Eine Technologie, die das nicht kann, ist vielleicht innovativ, aber nicht relevant. Um aber Probleme l\u00f6sen zu k\u00f6nnen, muss die Anwendung leicht zu bedienen sein. Bei der digitalen Signatur schlie\u00dft das auch mit ein, dass das signierte Dokument auf Seiten des Empf\u00e4ngers ohne kompliziertes technisches Zutun \u00fcberpr\u00fcft werden kann. Unsere L\u00f6sungen zeichnen sich durch diese Voraussetzungen aus.<\/p>\n<p><strong>pressetext:<\/strong> Wie sieht Ihr Gesch\u00e4ftsmodell aus und kann man mit dem Thema digitale Signatur \u00fcberhaupt Gewinne schreiben?<br \/>\n<strong>C\u00e4sar:<\/strong> Wir treten als reines Technologieunternehmen an, das Produkte ausschlie\u00dflich \u00fcber Partner an Endkunden verkauft. Es ist nat\u00fcrlich kein Geheimnis, dass das Thema digitale Signatur ein &#8218;emerging market&#8216; ist. Am Markt wirklich sichtbar gibt es uns erst seit gut einem Jahr. Wir sind sehr zuversichtlich in den n\u00e4chsten zwei, drei Jahren den Break-even zu erreichen. Unser Haupt-Finanzinvestor ist der Immobilieninvestor Real 4 You, zudem werden wir auch vom \u00f6sterreichischen Staat mit Forschungsmitteln unterst\u00fctzt.<\/p>\n<p><strong>pressetext:<\/strong> Ihr Unternehmen ist neben dem Heimmarkt auch in Deutschland, den USA und S\u00fcdafrika mit eigenen B\u00fcros vertreten. Inwiefern unterscheiden sich die Regionen, was Anwendungsszenarien und Voraussetzungen f\u00fcr die digitale Signatur betrifft?<br \/>\n<strong>C\u00e4sar:<\/strong> Die Ausgangslage ist in der Tat sehr unterschiedlich. W\u00e4hrend es gerade in Zentraleuropa sehr strenge gesetzliche Regelungen rund um das Thema gibt, fehlen diese in den USA und S\u00fcdafrika weitestgehend. Umgekehrt existieren in den USA jedoch sehr viele Branchenverb\u00e4nde, die f\u00fcr sich und ihre jeweilige Branche spezielle Regeln erlassen, die bei der Umsetzung einer Signaturl\u00f6sung beachtet werden m\u00fcssen.<\/p>\n<p><strong>pressetext:<\/strong> Erst k\u00fcrzlich haben Sie eine vielbeachtete Kooperation mit EMC im Bereich einer digitalen Signatur-Serverl\u00f6sung verk\u00fcndet. Befinden sich noch weitere derartige Projekte in der Pipeline?<br \/>\n<strong>C\u00e4sar:<\/strong> Wie das bei Technologief\u00fchrern \u00fcblich ist, sind wir schon weit erfolgreicher, als wir im Moment zeigen d\u00fcrfen. Viele begeisterte Kunden baten aber darum mit der Verwendung ihrer Brands als Referenz noch etwas zu warten. Selbstverst\u00e4ndlich halten wir uns daran. F\u00fcr uns geht es zurzeit in erster Linie darum, die Technologief\u00fchrerschaft in die Marktf\u00fchrerschaft umzusetzen.<\/p>\n<p><strong>pressetext:<\/strong> Vielen Dank f\u00fcr das Gespr\u00e4ch (<a href=\"http:\/\/www.pressetext.de\/pte.mc?pte=070519001\" title=\"pressetext Interview zum Thema Digitale Signaturen\" target=\"_blank\">pressetext.austria<\/a>, Ansfelden, 19.05.2007).<\/p>\n\n\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"entry-summary\" itemprop=\"text\">\n<p>CEO Gerald C\u00e4sar des Technologieanbieters xyzmo im pressetext-Interview Das \u00f6sterreichische Softwareunternehmen xyzmo gilt als einer der international f\u00fchrenden Technologieanbieter f\u00fcr digitale Signaturl\u00f6sungen. Im Interview mit pressetext erkl\u00e4rt CEO Gerald C\u00e4sar, warum sich die Technologie ungeachtet der Anstrengungen von Marketingstrategien noch immer nicht durchsetzen konnte. 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