﻿{"id":323,"date":"2007-05-23T19:17:18","date_gmt":"2007-05-23T18:17:18","guid":{"rendered":"http:\/\/wallaby.at\/news\/technik\/bakterien-speichern-musik-videos-und-dokumente-323.html"},"modified":"2007-05-23T19:17:18","modified_gmt":"2007-05-23T18:17:18","slug":"bakterien-speichern-musik-videos-und-dokumente","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wallaby.de\/news\/technik\/bakterien-speichern-musik-videos-und-dokumente-p323.html","title":{"rendered":"Bakterien speichern Musik, Videos und Dokumente"},"content":{"rendered":"<div class=\"entry-content\" itemprop=\"text\">\n<h2>Langzeitarchivierung f\u00fcr Millionen von Jahren<\/h2>\n<p>Einem Team japanischer Forscher ist es gelungen, mithilfe von Bakterien Daten zu speichern. Wie der Wissenschaftler Masaru Tomita von der <a href=\"http:\/\/www.keio.ac.jp\" title=\"Zur Homepage der Keio Universit\u00e4t in Japan\" target=\"_blank\">Keio Universit\u00e4t in Fujisawa<\/a> mitteilte, hat es sein Team geschafft, Bakterien mit Einsteins Formel &#8222;E =MC2&#8220; und &#8222;1905&#8220;, dem Jahr der Ver\u00f6ffentlichung, zu programmieren. Die Forscher schreiben ihre Daten in den genetischen Code der Bakterien, berichtet AP. Die Informationen bleiben erhalten, solange die Organismen leben &#8211; m\u00f6glicherweise Millionen von Jahren.<!--more--><\/p>\n<p>Bei der Programmierung der Bakterien bedienen sich die Forscher des Prinzips, dass der genetische Code mit den Buchstaben A, T, G und C dargestellt wird. Das Schreiben des Codes funktioniere in vielen Bereichen wie das Schreiben von digitalen Daten, meinen die Forscher. Die digitalen Informationen werden durch Kombinationen der Basenpaare dargestellt. Somit k\u00f6nnen in den DNA-Str\u00e4ngen der Bakterien Daten wie Musik, Videos, Dokumente und andere Inhalte abgespeichert werden. Durch die enorm lange Lebensdauer der Bakterien entsteht ein Langzeitspeicher, der mechanischen Speichermedien weitaus \u00fcberlegen ist. Auf die Erscheinungsform der Bakterien habe die Programmierung keinen Einfluss, h\u00e4lt Tomita fest.<\/p>\n<p>Kritiker der Bakterienspeicher-Technologie bringen als Einwand, dass die Information verloren gehen kann, sollte es zu einer Mutation der Bakterien kommen. Um dies zu verhindern, werden die Informationen laut Tomita an vier Stellen im Bakterium gleichzeitig abgespeichert. &#8222;Mir gef\u00e4llt die Idee. Wir brauchen jedoch noch mehr praktische Anwendungen&#8220;, meint der Bakterien-Experte Katsumi Doi von der Universit\u00e4t Kyushu. Um die abgelegten Informationen wieder zu erhalten, muss man den Code wieder entschl\u00fcsseln. Die Anwendungen f\u00fcr diese Form der Langzeitspeicherung haben einen Hauch von Science-Fiction. &#8222;Viele Menschen haben noch nicht einmal dar\u00fcber nachgedacht, Daten f\u00fcr Tausende von Jahren zu speichern&#8220;, sagt Tomita. &#8222;Wir denken hier an Hunderte von Millionen Jahren.&#8220; (<a href=\"http:\/\/www.pressetext.de\/pte.mc?pte=070518010\" title=\"pressetext Artikel zu Bakterien als neue Speichertechnologie\" target=\"_blank\">pressetext.austria<\/a>, Fujisawa, 18.05.2007).<\/p>\n\n\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"entry-summary\" itemprop=\"text\">\n<p>Langzeitarchivierung f\u00fcr Millionen von Jahren Einem Team japanischer Forscher ist es gelungen, mithilfe von Bakterien Daten zu speichern. Wie der Wissenschaftler Masaru Tomita von der Keio Universit\u00e4t in Fujisawa mitteilte, hat es sein Team geschafft, Bakterien mit Einsteins Formel &#8222;E =MC2&#8220; und &#8222;1905&#8220;, dem Jahr der Ver\u00f6ffentlichung, zu programmieren. Die Forscher schreiben ihre Daten in &#8230;<\/p>\n\n<\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[11],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/wallaby.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/323"}],"collection":[{"href":"https:\/\/wallaby.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/wallaby.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wallaby.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wallaby.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=323"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/wallaby.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/323\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/wallaby.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=323"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/wallaby.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=323"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/wallaby.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=323"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}