﻿{"id":302,"date":"2007-05-13T19:22:50","date_gmt":"2007-05-13T18:22:50","guid":{"rendered":"http:\/\/wallaby.at\/news\/suchmaschine\/google-co-blutsauger-der-klassischen-printmedien-302.html"},"modified":"2007-05-13T19:22:50","modified_gmt":"2007-05-13T18:22:50","slug":"google-co-blutsauger-der-klassischen-printmedien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wallaby.de\/news\/suchmaschine\/google-co-blutsauger-der-klassischen-printmedien-p302.html","title":{"rendered":"Google &#038; Co. &#8211; Blutsauger der klassischen Printmedien?"},"content":{"rendered":"<div class=\"entry-content\" itemprop=\"text\">\n<h2>Fastsearch nutzt ambivalentes Verh\u00e4ltnis zwischen Zeitungen und Suchmaschinen aus<\/h2>\n<p>Das Suchmaschinen-Trio Google, Yahoo und Microsoft &#8211; kurz GYM &#8211; ist ein Blutsauger der klassischen Printmedienh\u00e4user. Dieser Eindruck entsteht, wenn man den Schilderungen von Michael Hack, Manager f\u00fcr die Region Zentraleuropa des norwegischen Softwareunternehmens <a target=\"_blank\" title=\"Zur Website des norwegischen Softwareunternehmens Fast f\u00fcr Suchtechnologien\" href=\"http:\/\/www.fastsearch.com\">Fast<\/a>, glaubt. &#8222;Es ist eigentlich pervers, denn Google produziert nichts Eigenes, sondern profitiert von der Arbeit anderer und lebt davon mehr als gut&#8220;, sagt Hack im Interview mit pressetext. W\u00e4hrend Google exponentiell wachse, gingen die Ums\u00e4tze vieler klassischer Medienh\u00e4user weltweit zur\u00fcck, unterstreicht Hack weiter das Ungleichgewicht am Online-Medienmarkt.<!--more--><\/p>\n<p>Fast, das bis 2001 mit alltheweb.com selbst eine Internet-Suchmaschine betrieben hat, macht im Rahmen einer Marketingoffensive eine Tour durch Europa (Amsterdam, Z\u00fcrich, Berlin), um neben anderen Produkten seine Softwarel\u00f6sung Fastmedia \u00fcber den norwegischen und US-Markt hinaus bekannt zu machen. Internationale Verlags- und Medienh\u00e4user nutzen bereits Fast-Technologien, darunter der Financial Times Verlag, Hearst und Reed Elsevier. Das Vorzeigebeispiel ist jedoch der norwegische Verlag Schibsted, dessen Portal sesam.no Fasts Suchl\u00f6sungen nutzt und sich damit von Google und seinem Werbeprogramm AdSense unabh\u00e4ngig gemacht hat. Die gro\u00dfen Suchmaschinen h\u00e4tten die Beziehung zwischen Medienh\u00e4usern und Werbekunden unterbrochen, unterstreicht Fast-Manager Perry Salomon. &#8222;Wir wollen den klassischen Medienh\u00e4usern helfen eine Antwort auf GYM zu geben, die immer mehr Marktanteile nehmen, den Gro\u00dfteil der Onlineeinnahmen f\u00fcr sich beanspruchen und \u00fcberdurchschnittlich wachsen&#8220;, stellt Hack die Position Fasts dar.<\/p>\n<p>Tats\u00e4chlich ist das Verh\u00e4ltnis zwischen den klassischen Printmedien und den Suchmaschinen ambivalent. &#8222;Einerseits profitieren die Onlineseiten der Zeitungen von Google, das den Verkehr auf deren Webseiten lenkt und zus\u00e4tzliche Werbeeinnahmen einbringt&#8220;, so Anja Pasquay, Sprecherin des Bundesverbands Deutscher Zeitungsverleger (<a target=\"_blank\" title=\"Zur Homepage des Bundesverbandes Deutscher Zeitungsverleger\" href=\"http:\/\/www.bdzv.de\">BDZV<\/a>), im pressetext-Gespr\u00e4ch. Auf der anderen Seite bediene sich Google der Inhalte ohne Autorisierung und ohne dies entsprechend zu honorieren, beklagt Pasquay. J\u00fcngstes Beispiel f\u00fcr das ambivalente Verh\u00e4ltnis, ist der Rechtsstreit zwischen belgischen Medien und Google. Der belgische Zeitungsverband Copiepresse wehrte sich dagegen, dass Google auf seiner News-Suche ohne Erlaubnis auf die entsprechenden Medien verlinkte. Vor wenigen Tagen einigten sich die beiden Parteien und Google darf wieder auf Artikel der belgischen Zeitungen verlinken. Eine Archivierung ist jedoch weiterhin nicht gestattet.<\/p>\n<p>Google bezeichnet sein Verh\u00e4ltnis zu den Zeitungen wenig \u00fcberraschend als partnerschaftlich und Gewinn bringend f\u00fcr seine Medienpartner. &#8222;Mit unserem Partner-Programm AdSense verhelfen wir unseren Partnern zu Mehrums\u00e4tzen in Milliardenh\u00f6he. Von unserem Gesamtumsatz 2006 in H\u00f6he von rund 10 Mrd. Dollar sind 3,3 Mrd. Dollar an unsere Partner, darunter Tausende von Seitenbetreibern und Verlegern, geflossen&#8220;, h\u00e4lt Kay Oberbeck, Google Sprecher f\u00fcr Nordeuropa, den Behauptungen von Fast entgegen. Vielmehr sieht Oberbeck ein eklatantes Missverh\u00e4ltnis zwischen der Internetnutzung und den Einnahmen aus Onlinewerbung. &#8222;Mediennutzer verbringen 20 Prozent ihrer Zeit im Internet. Bei der Verteilung der Werbegelder auf die Medien hat das Internet aber nur einen kleinen Anteil &#8211; in \u00d6sterreich etwa nur 2,5 Prozent im Vergleich zu TV oder Print&#8220;, betont Oberbeck.<\/p>\n<p>&#8222;Fast ist eine gute Suchtechnologie, hat aber auch ihren Preis&#8220;, sagt ein Branchenkenner, der nicht genannt werden m\u00f6chte, gegen\u00fcber pressetext. Schibsted sei ein positives Beispiel eines Medienhauses, das Google etwas entgegensetzt und dabei qualitativ mithalten kann. &#8222;Aber ansonsten kommt man um Google nicht herum&#8220;. Ein Bereich, in dem sich Zeitungen und Suchmaschinen in die Quere kommen, sei der lokale Suchmarkt. &#8222;Regionale Zeitungen sind in diesem Bereich sehr stark. Entsprechende Online-Angebote werden hier geschaffen und treten zu den Suchmaschinen, die auch in diesen Bereich dr\u00e4ngen, in Konkurrenz&#8220;.<\/p>\n<p>Fasts Angebot kommt auf Grund des Preises wohl eher f\u00fcr gr\u00f6\u00dfere Verlagsh\u00e4user in Frage. F\u00fcr kleinere Verlage ist es schwierig, ein eigenes Suchangebot zu schaffen, so wie es Schibsted mit sesam.no vorgezeigt hat. Hack r\u00e4t kleineren Verlagen daher die Kr\u00e4fte in diesem Bereich zu b\u00fcndeln. Er betont, dass Fasts L\u00f6sungen sowohl lokal als national ausgerichtet sind. &#8222;Es stellt sich die Frage, wer denn eigentlich die Konkurrenz im Online-Business ist. Ein anderes Medienhaus, das eine andere Region abdeckt, oder Google? Eine weitere Frage ist, mit wem es mehr Sinn macht zu kooperieren&#8220;, so Hack, der das <a target=\"_blank\" title=\"Zur Website von ISA-Netz\" href=\"http:\/\/www.isa-netz.de\">ISA-Netz<\/a> als Beispiel f\u00fcr eine solche B\u00fcndelung der Kr\u00e4fte nennt, anstatt diesen Bereich Online-Marktpl\u00e4tzen wie Froogle zu \u00fcberlassen. Das 2003 gegr\u00fcndete ISA-Netz ist ein Zusammenschluss der drei Verlage Holtzbrinck, Ippen Gruppe und der WAZ, um die Online-Aktivit\u00e4ten besser zu b\u00fcndeln. Das ISA-Netz betreibt unter anderem die Portale <a target=\"_blank\" title=\"Zum Webportal immowelt.de\" href=\"http:\/\/www.immowelt.de\">immowelt.de<\/a>, <a target=\"_blank\" title=\"Zum Webportal stellenanzeigen.de\" href=\"http:\/\/www.stellenanzeigen.de\">stellenanzeigen.de<\/a>, <a target=\"_blank\" title=\"Zum Webportal markt.de\" href=\"http:\/\/www.markt.de\">markt.de<\/a> und <a target=\"_blank\" title=\"Zum Webportal trauer.de\" href=\"http:\/\/www.trauer.de\">trauer.de<\/a> und nutzt seit kurzem auch Fast (<a target=\"_blank\" title=\"Pressenachricht zur \u00dcbermacht der Suchmaschinengiganten\" href=\"http:\/\/www.pressetext.de\/pte.mc?pte=070512001\">pressetext.austria<\/a>, Z\u00fcrich\/Wien, 12.05.2007).<\/p>\n\n\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"entry-summary\" itemprop=\"text\">\n<p>Fastsearch nutzt ambivalentes Verh\u00e4ltnis zwischen Zeitungen und Suchmaschinen aus Das Suchmaschinen-Trio Google, Yahoo und Microsoft &#8211; kurz GYM &#8211; ist ein Blutsauger der klassischen Printmedienh\u00e4user. 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