﻿{"id":210,"date":"2007-02-20T23:12:29","date_gmt":"2007-02-20T22:12:29","guid":{"rendered":"http:\/\/wallaby.at\/news\/technik\/web2-ist-technologisch-ein-alter-hut-210.html"},"modified":"2007-02-20T23:12:29","modified_gmt":"2007-02-20T22:12:29","slug":"web2-ist-technologisch-ein-alter-hut","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wallaby.de\/news\/technik\/web2-ist-technologisch-ein-alter-hut-p210.html","title":{"rendered":"Web 2.0 ist technologisch ein alter Hut"},"content":{"rendered":"<div class=\"entry-content\" itemprop=\"text\">\n<h2>Experte warnt YouTube und Co. vor Ausbeutung der Anwender<\/h2>\n<p>&#8222;Die wesentlichen technologischen Elemente des Web 2.0 sind bereits seit 2000 bekannt. Allerdings verstehen wir erst jetzt, wie die Technologie gut eingesetzt werden kann&#8220;. Mit diesen Worten hat Clemens Cap von der Universit\u00e4t Rostock die Diskussion um das Schlagwort Web 2.0 gestern, Montag, im Rahmen eines Expertenforums in Wien auf den Punkt gebracht. Zustimmung erhielt der Universit\u00e4tsprofessor von allen anderen Panel-Teilnehmern, die im Rahmen der von <a href=\"http:\/\/www.conect.at\" target=\"_blank\" title=\"Zur Homepage von con.ect\">Con.ect<\/a> und <a href=\"http:\/\/www.future-network.at\" target=\"_blank\" title=\"Zur Homepage von Future Network\">Future Network<\/a> organisierten Veranstaltung versuchten, den Begriff Web 2.0 greifbar zu machen.<\/p>\n<p><!--more-->W\u00e4hrend Vertreter von Microsoft und IBM auf ihre eigenen Beitr\u00e4ge bei der technologischen und inhaltlichen Weiterentwicklung des Web 2.0 verwiesen, warnte Cap indes die Branche, sich zu sehr auf den Leistungen der Anwender auszuruhen. In Anlehnung an den vom Internetexperten Andreas Weigend gepr\u00e4gten Begriff &#8222;Aal&#8220; (Andere arbeiten lassen) bezweifelt Cap, ob User langfristig bereit sind, f\u00fcr den Gesch\u00e4ftserfolg eines Unternehmens wie YouTube oder Flickr unentgeltlich ihre Inhalte beizusteuern. Angesichts der steigenden Leistungsf\u00e4higkeit des Internets bei einem gleich bleibenden intellektuellen Aufmerksamkeitsverm\u00f6gen der Menschen ortet Cap anwenderseitig zudem einen Wechsel von einer Informations\u00f6konomie zu einer Aufmerksamkeits\u00f6konomie hin. &#8222;Informationen aller Art sind nicht zuletzt durch die Entwicklungen auf Hardwareseite auf unterschiedliche und spannende Weise abrufbar. Allein die Zeit und Aufmerksamkeit der Anwender bleibt gleich beziehungsweise wird sogar weniger&#8220;, so Cap gegen\u00fcber pressetext.<\/p>\n<p>Auch bei der Implementierung von Web-2.0-basierten Technologien in externen und internen Kommunikationsprozessen von Unternehmen zeigten sich die Experten einig. Bei allen Chancen und M\u00f6glichkeiten, die Web 2.0 bietet, sei hier durchaus auch Vorsicht angebracht. &#8222;Derzeit gibt es rund um AJAX und die anderen eingesetzten Technologien noch viele inoffizielle Standards. Die Investitionssicherheit kann somit nicht 100-prozentig gew\u00e4hrleistet werden&#8220;, meint etwa Alexander Szlezak, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer von <a href=\"http:\/\/www.gentics.com\" target=\"_blank\" title=\"Homepage von Gentics Software\">Gentics Software<\/a>. Er r\u00e4t Unternehmen bei allen Implementierungen in erster Linie die Anwender im Fokus zu behalten. &#8222;Wenn die Anwender selbst einen Nutzen davon haben, dann werden sie auch gerne bereit sein, Inhalte nach dem &#8218;Aal&#8216;-Prinzip beizusteuern&#8220;, so Szlezak.<\/p>\n<p>Den Begriff Web 2.0 wertet Szlezak als Synonym f\u00fcr das sich ver\u00e4ndernde Internet. Wie IBM-Kollege Tony Fricko weist er auf die neuen M\u00f6glichkeiten hin, die sich durch die Vernetzung von Anwenderinhalten und verschiedenen Datenpools in sogenannten Mashup-Applikationen anbieten. Durch die Einbindung von Kunden und Mitarbeitern auf unternehmenseigenen Kommunikationsplattformen habe sich der Informationsfluss von und zu Unternehmen entscheidend ver\u00e4ndert. &#8222;Die Trennung zwischen Intranet, Extranet und Internet existiert de facto nicht mehr. Ein Unternehmen ist heute in alle Richtungen durchl\u00e4ssig und muss sich zusehends auch mit externen Anwendungen auf seinen webbasierten Portalen auseinandersetzen&#8220;, so der Gentics-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer.<\/p>\n<p>Web-2.0-Experte Thomas Burg, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer von <a href=\"http:\/\/www.factline.com\" target=\"_blank\" title=\"Factline sind Profis zu Web 2.0\">factline<\/a>, warnte Unternehmen einmal mehr davon, die Implementierung von Web-2.0-Technologien unter dem Aspekt der Kostenersparnis und Umsatzsteigerung anzugehen. &#8222;Unternehmenserfolg wird immer auch von Kreativit\u00e4t, Innovationsgeist und einer funktionierenden Unternehmenskommunikation getragen&#8220;, so Burg. Eine Implementierung von sozialer Software, wie Blogs, Wikis und \u00e4hnlichen Kommunikationstools m\u00fcsse folglich immer einen pers\u00f6nlichen Nutzen f\u00fcr die Anwender, das Arbeitsteam, aber auch die Organisation an sich haben. Dabei m\u00fcsse man sich bewusst sein, dass nur rund ein Prozent aller Anwender aktiv im Sinne eigener Content-Erzeugung sei. Im Sinne einer erfolgreichen Implementierung in Unternehmen sei es daher unerl\u00e4sslich auch die passive Kollaboration, wie das Lesen und Teilhaben an derartigen Prozessen, sichtbar zu machen, meint Burg (<a href=\"http:\/\/www.pressetext.de\/pte.mc?pte=070220025\" target=\"_blank\" title=\"pressetext recherchiert \u00fcber Web 2.0 Technologie\">pressetext.austria<\/a>, Wien, 20.02.2007).<\/p>\n\n\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"entry-summary\" itemprop=\"text\">\n<p>Experte warnt YouTube und Co. vor Ausbeutung der Anwender &#8222;Die wesentlichen technologischen Elemente des Web 2.0 sind bereits seit 2000 bekannt. Allerdings verstehen wir erst jetzt, wie die Technologie gut eingesetzt werden kann&#8220;. 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