﻿{"id":2035,"date":"2009-10-06T21:50:33","date_gmt":"2009-10-06T19:50:33","guid":{"rendered":"http:\/\/wallaby.de\/news\/?p=2035"},"modified":"2009-10-06T22:23:25","modified_gmt":"2009-10-06T20:23:25","slug":"google-wave-zwischen-revolution-und-medienhype","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wallaby.de\/news\/technik\/google-wave-zwischen-revolution-und-medienhype-p2035.html","title":{"rendered":"Google Wave zwischen Revolution und Medienhype"},"content":{"rendered":"<div class=\"entry-content\" itemprop=\"text\">\n<h2>Preview mit Ecken und Kanten l&auml;sst Fragen offen<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" align=\"left\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-2039\" title=\"google-wave\" alt=\"google-wave\" src=\"http:\/\/wallaby.de\/news\/wp-content\/uploads\/2009\/10\/google-wave-150x150.gif\" \/>Der mit Spannung erwartete neue Google-Service &quot;<a href=\"http:\/\/wave.google.com \" target=\"_blank\" title=\"zu wave.google.com \">Wave<\/a>&quot; steckt derzeit zwischen der vom Unternehmen angek&uuml;ndigten &quot;Revolution&quot; und einem medialen Hype fest. Seit einigen Tagen steht das Produkt einem erlesenen Kreis von weltweit rund 100.000 Testnutzern in einer Vorabversion zur Verf&uuml;gung. Ob Google Wave, das weithin unter dem sperrigen Begriff &quot;Kollaborationsdienst&quot; gef&uuml;hrt wird, den hohen Erwartungen, die seit der offiziellen Ank&uuml;ndigung im Mai dieses Jahres in das Produkt gesetzt wurden, gerecht werden kann, bleibt abzuwarten. Das Interesse an den exklusiven Einladungen war und ist enorm gro&szlig;, auf eBay wurden gar dreistellige Dollarbetr&auml;ge f&uuml;r einen &quot;Invite&quot; geboten. <\/p>\n<p>Der Einstieg in Google Wave ist zugleich&#8230;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><!--more--> einfach wie ungewohnt. W&auml;hrend sich die Bedienung des Dienstes grunds&auml;tzlich intuitiv gestaltet, muss sich der User jedoch auf eine neue Kommunikationsform einlassen, die zun&auml;chst etwas befremdlich wirken kann. Eine Wave, wie sich die Kommunikationsstr&auml;nge &#8211; in etwa vergleichbar mit einem Thread in Onlineforen &#8211; nennen, &auml;hnelt im Aufbau einem Baum. Durch zahlreiche Sub-Unterhaltungsstr&auml;nge (Wavelets), die aus einzelnen Nachrichten (Blips) entstehen, kann sich eine Wave im Gespr&auml;chsverlauf schnell in die Un&uuml;bersichtlichkeit ver&auml;steln. Die M&ouml;glichkeit, Unterhaltungsstr&auml;nge mittels &quot;Playback&quot;-Funktion chronologisch nachzulesen, ist daher durchaus sinnvoll &#8211; besonders n&uuml;tzlich zum Beispiel f&uuml;r User, die erst nachtr&auml;glich in eine laufende Wave einsteigen. Zur Orientierung hilft au&szlig;erdem die M&ouml;glichkeit, Waves mit Tags zu kennzeichnen, was die sp&auml;tere Suche nach Inhalten erleichtert. Das Taggen einzelner Blips ist derzeit allerdings nicht m&ouml;glich. <\/p>\n<p>Bei den einzelnen Funktionen von Google Wave handelt es sich um keine tats&auml;chlichen Innovationen &#8211; die Elemente sind von diversen Webdiensten wie E-Mail, Instant Messaging oder Social Networking hinreichend bekannt. Das von Google propagierte &quot;Revolution&auml;re&quot; liegt wohl eher in der Verkn&uuml;pfung all dieser Kommunikationstools innerhalb eines Angebots, ohne dabei in den direkten Vergleich mit einem einzelnen Service zu treten. &quot;Es soll nicht versucht werden, Google Wave in irgendeine Schublade zu packen. Das Produkt versteht sich nicht als Ersatz f&uuml;r E-Mail oder Instant Messenger&quot;, betont auch Google-Sprecher Kay Oberbeck. Vielmehr biete Wave eine v&ouml;llig neue Art von Echtzeit-Kommunikation, bei der auch Google selbst noch viel zu lernen habe. Daher sei derzeit auch offen, wann die n&auml;chste Einladungsrunde gestartet und neue Nutzer in die Testphase dazugeholt werden. Das h&auml;nge vor allem von der Stabilit&auml;t und auch vom Feedback der User ab. <\/p>\n<p>Dass sich in Wave zurzeit noch zahlreiche Bugs tummeln und die Plattform auf wackligen Beinen steht, darauf hat Google von vornherein hingewiesen. Angesichts dessen, dass es sich aktuell um eine Preview-Version handelt, muss auch noch auf diverse Funktionen verzichtet werden. So ist etwa der Bereich &quot;Settings&quot;, in dem sich sp&auml;ter auch Privateinstellungen definieren lassen sollen, noch komplett inaktiv. Auch die Datei-Upload-Funktionen innerhalb der einzelnen Waves sind noch nicht nutzbar. Allein &uuml;ber Googles hauseigenen Browser Chrome k&ouml;nnen bereits via Drag-and-Drop Files direkt vom Desktop (besonders schnell und einfach) in eine Wave gezogen und dort anderen zur Verf&uuml;gung gestellt werden. &quot;K&uuml;nftig soll es nat&uuml;rlich &uuml;ber alle Browser m&ouml;glich sein, Dateien mit anderen zu teilen bzw. zu tauschen&quot;, so Oberbeck.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Offen bleibt die Frage, wie erfolgreich bzw. auch wie schnell sich der Dienst bei Privatnutzern etablieren wird. Davon wird wohl auch abh&auml;ngen, ob sich Google Wave in einer professionellen Anwendung bei Unternehmen durchsetzen kann. Dass alle Beitr&auml;ge &#8211; nicht nur die eigenen &#8211; von s&auml;mtlichen Nutzern innerhalb einer Wave editierbar sind, tr&auml;gt einerseits zu einem regen und aktiven Austausch und zur Verbreitung neuer Ideen bei. Gleichzeitig stellt sich die Frage, ob insbesondere im Hinblick auf Unternehmen dadurch nicht mehr Chaos als sinnvolle Arbeit entsteht. Die Frage nach moderierten Waves bzw. der Einf&uuml;hrung von Rechtevergaben an einzelne User dr&auml;ngt sich somit auf. Schleierhaft bleibt vorerst auch die automatische Vergabe einer E-Mailadresse (xy@googlewave.com) bei der Anmeldung &#8211; denn eine E-Mailfunktion bietet Google Wave (bislang) &uuml;berhaupt nicht. Die Kontakte sind bereits mit dem Gmail-Adressverzeichnis verkn&uuml;pft und werden dar&uuml;ber verwaltet, was auf eine starke Integration in die Google Cloud hindeutet.<br \/>\n&nbsp;<\/p>\n\n\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"entry-summary\" itemprop=\"text\">\n<p>Preview mit Ecken und Kanten l&auml;sst Fragen offen Der mit Spannung erwartete neue Google-Service &quot;Wave&quot; steckt derzeit zwischen der vom Unternehmen angek&uuml;ndigten &quot;Revolution&quot; und einem medialen Hype fest. 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