﻿{"id":1822,"date":"2009-09-09T12:08:27","date_gmt":"2009-09-09T10:08:27","guid":{"rendered":"http:\/\/wallaby.de\/news\/?p=1822"},"modified":"2009-09-09T12:08:53","modified_gmt":"2009-09-09T10:08:53","slug":"nationale-sicherheit-nicht-gegeben-mit-online-landkarten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wallaby.de\/news\/suchmaschine\/nationale-sicherheit-nicht-gegeben-mit-online-landkarten-p1822.html","title":{"rendered":"Nationale Sicherheit nicht gegeben mit Online-Landkarten"},"content":{"rendered":"<div class=\"entry-content\" itemprop=\"text\">\n<h2 style=\"text-align: justify\">Aufgetauchte Detailfotos von Atomkraftwerken beunruhigen die USA<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify\">Die zunehmende Beliebtheit von <strong>Geodaten- und Karten-Diensten im Web (Google Maps ?)&nbsp;hat in den USA <\/strong>eine heftige Sicherheitsdebatte vom Zaun gebrochen. Ausl&ouml;ser hierf&uuml;r war unter anderem das Auftauchen von &uuml;beraus detailreichen Aufnahmen von Atomkraftwerken im Internet. &quot;Ich finde es &auml;u&szlig;erst beunruhigend, dass Terroristen nun die M&ouml;glichkeit haben, solche sensiblen Standorte, wie &uuml;ber Google Maps&nbsp;in betr&auml;chtlichem Ausma&szlig; zu &uuml;berwachen, ohne direkt vor Ort sein zu m&uuml;ssen&quot;, kritisiert ein aufgebrachter US-B&uuml;rger laut CNN-Bericht die gegenw&auml;rtigen Verh&auml;ltnisse in einem Brief an die Heimatschutzministerin Janet Napolitano. Ein Problem f&uuml;r die &quot;nationale Sicherheit&quot; sieht auch Joel Anderson, Mitglied der kalifornischen Parlamentskammer. Der Politiker will nun sogar mit einem eigenen Gesetzesantrag daf&uuml;r sorgen, dass virtuelle Online-Kartendienste,&nbsp;(Google Maps)&nbsp;bestimmte Geb&auml;ude generell vor der Ver&ouml;ffentlichung unkenntlich machen m&uuml;ssen. Neben Atomkraftwerken sei dies dann aber auch auf &ouml;ffentliche Schulen, Kirchen, Regierungs- und medizinische Einrichtungen anzuwenden, so die Forderung Andersons. Daneben geben Street-View-Bilder &#8230;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><!--more-->von Google Maps sehr detailreiche Einblicke.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-1823\" title=\"google-maps\" height=\"150\" alt=\"google-maps\" width=\"150\" align=\"left\" src=\"http:\/\/wallaby.de\/news\/wp-content\/uploads\/2009\/09\/google-maps-150x150.jpg\" \/>&quot;<strong>Ich halte diese ganze Diskussion zum Thema Terrorismusbek&auml;mpfung f&uuml;r ein sehr absurdes Spektakel. Dass jetzt den Anbietern von Kartendiensten im Web vorgeschrieben werden soll, welche Geb&auml;ude sie offen zeigen d&uuml;rfen und welche nicht, ist sicherlich nicht der richtige Weg f&uuml;r eine Problem<\/strong>l&ouml;sung&quot;, stellt Peter Pilz, Sicherheitssprecher der &ouml;sterreichischen Gr&uuml;nen, im Gespr&auml;ch mit pressetext klar. Die aktuelle Debatte in den USA sei nicht mehr als eine &quot;inszenierte Schein-Aufregung&quot;. &quot;Ich halte &uuml;berhaupt nichts von derartigen Initiativen, die unter dem Deckmantel des Sicherheitsarguments die Informationsfreiheit der B&uuml;rger beschneiden&quot;, betont Pilz. Dar&uuml;ber hinaus m&uuml;sse einem auch klar sein, dass beispielsweise Aufnahmen bei Google Earth bei weitem nicht ausreichende Informationen liefern k&ouml;nnten, um einen gezielten Milit&auml;rschlag einer feindlichen Macht zu erm&ouml;glichen. &quot;Eine konkurrierende Milit&auml;rmacht, die derartiges vorhat, verf&uuml;gt zudem schon l&auml;ngst &uuml;ber eigene Satellitenbilder, die eine weitaus bessere Qualit&auml;t aufweisen als die Aufnahmen, die im Web zu finden sind&quot;, gibt Pilz zu bedenken.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">&quot;Es stimmt mich schon sehr betroffen, dass eine Person in einem Zelt auf der anderen Seite der Erdkugel &uuml;ber einen Laptop so einfach an sensible Informationen herankommen kann&quot;, meint hingegen Anderson. Der kalifornische Abgeordnete habe zwar sicherlich kein Interesse daran, dem technologischen Fortschritt einen Riegel vorzuschieben. Wenn es um die Verhinderung m&ouml;glicher Terroranschl&auml;ge auf Atomkraftwerke in den USA gehe, m&uuml;sse man allerdings auch auf seinen &quot;gesunden Menschenverstand&quot; vertrauen. Dieselbe Technologie, die es den Leuten erlaube, den Swimmingpool der Nachbarn zu finden, k&ouml;nne auch von Terroristen genutzt werden, um m&ouml;gliche Ziele ausfindig zu machen und entsprechende Angriffe zu planen, so die Argumentation Andersons.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Dass das Anfertigen von Foto- und Videoaufnahmen von sensiblen Orten nicht immer problemlos &uuml;ber die B&uuml;hne geht, ist eigentlich keine allzu gro&szlig;e Neuigkeit f&uuml;r die Anbieter von Geodaten-Webdiensten, wie Google Maps. &nbsp;Bestes Beispiel hierf&uuml;r ist der Internetkonzern Google mit Google Maps, dessen Kamerateams bereits im M&auml;rz vergangenen Jahres vom Pentagon der Zutritt zu US-Milit&auml;rbasen verboten worden war. Ausl&ouml;ser dieser Entscheidung waren damals detaillierte Bilder von Fort Sam Houston, einem Armeest&uuml;tzpunkt im US-Bundesstaat Texas, auf dem Geographie-Dienst Google Maps. Insbesondere die &uuml;ber das Street-View-Feature leicht zug&auml;nglichen Videoaufnahmen w&uuml;rden eine &quot;potenzielle Sicherheitsbedrohung&quot; darstellen, hei&szlig; es damals aus dem Pentagon.<\/p>\n\n\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"entry-summary\" itemprop=\"text\">\n<p>Aufgetauchte Detailfotos von Atomkraftwerken beunruhigen die USA Die zunehmende Beliebtheit von Geodaten- und Karten-Diensten im Web (Google Maps ?)&nbsp;hat in den USA eine heftige Sicherheitsdebatte vom Zaun gebrochen. 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