﻿{"id":176,"date":"2007-01-26T23:11:56","date_gmt":"2007-01-26T22:11:56","guid":{"rendered":"http:\/\/wallaby.at\/news\/technik\/superspeicher-in-gr\u00f6sse-eines-blutk\u00f6rperchens-176.html"},"modified":"2007-01-26T23:11:56","modified_gmt":"2007-01-26T22:11:56","slug":"superspeicher-in-gr%c3%b6sse-eines-blutk%c3%b6rperchens","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wallaby.de\/news\/technik\/superspeicher-in-gr%c3%b6sse-eines-blutk%c3%b6rperchens-p176.html","title":{"rendered":"Superspeicher in Gr\u00f6\u00dfe eines Blutk\u00f6rperchens"},"content":{"rendered":"<div class=\"entry-content\" itemprop=\"text\">\n<h2>Weltrekord bei Speicherdichte: Forscher stellen Moores Law in Frage<\/h2>\n<p>US-Forscher haben einen Superspeicherchip entwickelt, der lediglich so gro\u00df ist wie ein wei\u00dfes Blutk\u00f6rperchen. Zwar reicht der Speicherplatz mit 20 Kilobyte gerade einmal aus, um ein Word-Dokument ablegen zu k\u00f6nnen, jedoch erzielten die Wissenschaftler James Heath und J. Fraser Stoddart vom <a title=\"Zur Homepage des California Institutes of Technology\" target=\"_blank\" href=\"http:\/\/www.caltech.edu\">California Institute of Technology<\/a> aufgrund der winzigen Abmessungen ihres Speichermediums die gr\u00f6\u00dfte Speicherdichte in der bisherigen Halbleitergeschichte.<!--more--><\/p>\n<p>Die Forscher verwendeten bei der Entwicklung des Prototypen eine neue Produktionsmethode auf molekularer Basis, berichtet die National Science Foundation. Die 160.000 Datenbits sind in einem Gitternetz angeordnet. 400 Siliziumdr\u00e4hte werden von 400 Titandr\u00e4hten gekreuzt, jeder von ihnen 16 Nanometer dick. Die Dr\u00e4hte werden verbunden durch Hantel-f\u00f6rmige, molekulare Schalter. &#8222;Unsere Forschung ist das einzige Beispiel daf\u00fcr, wie molekularer Speicher mit extrem hoher Datendichte in einen Chip integriert und getestet werden kann. Zudem wenden wir eine zweckm\u00e4\u00dfige Architektur an, bei der es deutlich ist, wie Informationen geschrieben und gelesen werden k\u00f6nnen&#8220;, sagt Stoddart. Den aktuellsten Durchbruch bei der Speicherdichte konnte k\u00fcrzlich Fujitsu verzeichnen. Bei der &#8222;patterned Media&#8220; genannten Technologie werden die Bits in 25 Nanometer gro\u00dfen Vertiefungen abgelegt.<\/p>\n<p>Bereits seit den 90er-Jahren forschen die US-Wissenschaftler an ihrem Molekularspeicher. Der nun pr\u00e4sentierte Prototyp weist die 40-fache Datendichte als bisherige Speicherchips auf. In sp\u00e4teren Generationen sei m\u00f6glicherweise eine weitere Steigerung um den Faktor 10 machbar, meint Heath. Die spannende, aber noch ungekl\u00e4rte Frage ist, ob sich die Technik auch wirklich f\u00fcr eine Massenproduktion eignet. Knackpunkt ist der molekulare Schalter. Der Hauptbestandteil des Superspeichers l\u00e4sst sich wom\u00f6glich nur mit extrem hohem Kostenaufwand herstellen.<\/p>\n<p>Mit ihren Ergebnissen stellen Heath und Stoddart jedenfalls Moores Law, eine bislang g\u00fcltige Faustregel der Computerbranche, in Frage. Sie besagt, dass sich durch den technischen Fortschritt die Komplexit\u00e4t von integrierten Schaltkreisen etwa alle 18 Monate verdoppelt. Laut dieser Rechnung w\u00fcrde die Chipindustrie die von den Forschern demonstrierte Speicherdichte nicht vor 2020 erreichen. Die Chipbranche hat derzeit ohnehin mit der Miniaturisierung zu k\u00e4mpfen und sucht nach Auswegen, um das Ende der Verkleinerungsm\u00f6glichkeiten mit heutiger Technik in einigen Jahren zu umgehen. Der Umstieg auf Molekularstrukturen k\u00f6nnte hierbei ein Ausweg sein (<a title=\"Pressenachricht von pressetext.austria zum Umstieg auf Molekularstrukturen beim Speicherbau\" target=\"_blank\" href=\"http:\/\/www.pressetext.de\/pte.mc?pte=070126020\">pressetext.austria<\/a>, Pasadena\/Kalifornien, 26.01.2007).<\/p>\n\n\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"entry-summary\" itemprop=\"text\">\n<p>Weltrekord bei Speicherdichte: Forscher stellen Moores Law in Frage US-Forscher haben einen Superspeicherchip entwickelt, der lediglich so gro\u00df ist wie ein wei\u00dfes Blutk\u00f6rperchen. Zwar reicht der Speicherplatz mit 20 Kilobyte gerade einmal aus, um ein Word-Dokument ablegen zu k\u00f6nnen, jedoch erzielten die Wissenschaftler James Heath und J. 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