﻿{"id":1732,"date":"2009-09-01T21:53:32","date_gmt":"2009-09-01T19:53:32","guid":{"rendered":"http:\/\/wallaby.de\/news\/?p=1732"},"modified":"2009-09-02T02:06:08","modified_gmt":"2009-09-02T00:06:08","slug":"public-relations-tricks-der-medienprofi","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wallaby.de\/news\/buch\/public-relations-tricks-der-medienprofi-p1732.html","title":{"rendered":"Public Relations &#8211; Tricks der Medienprofis"},"content":{"rendered":"<div class=\"entry-content\" itemprop=\"text\">\n<h2>Unternehmenskommunikation in Zeiten des Web 3.0 folgt komplett anderen Regeln<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">In der guten alten Zeit vor dem Internet glichen Unternehmen Trutzburgen. Wann die Zugbr&uuml;cke hochgezogen und welche Informationen ins Land hinaus durften, entschied der Pressechef, und meist waren es streng verfasste Unternehmenspressemitteilungen. Von Zeit zu Zeit zeigte sich der Vorstandschef am Burgfenster, etwa w&auml;hrend der Bilanzpressekonferenzen, und las vorgefertigte, hoheitliche Statements ab.<\/p>\n<p>Vergessen und vorbei &#8230;  Das erstaunliche an diesem Wandel ist, dass auch mehr und mehr Gro&szlig;unternehmen den Zug der Zeit erkennen und sich ihren Kunden, Konsumenten und den Medien in einem offenen Dialog stellen. Beispiel Microsoft: Der Riese aus Redmont war noch vor wenigen Jahren das Fort Knox der PR &ndash; kein Sterbensw&ouml;rtchen drang aus der Konzernzentrale, das nicht von ganz oben abgesegnet war. Doch selbst Microsoft informiert die &Ouml;ffentlichkeit mittlerweile durch (unzensierte) interne Videos oder ermutigt Mitarbeiter aller Hierarchiestufen zum Bloggen &uuml;ber ihre jeweiligen Projekte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich blogge, also verkaufe ich &#8230;<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Sch&ouml;n und gut, antworten allerdings gerade in Deutschland immer noch viele Marketing-Verantwortliche und Vertriebsleute. <strong>Blogs, Twitter &amp; Co. sind eine nette Spielerei, aber ich muss verkaufen. Was nutzen mir da die neumodischen Kommunikationsvehikel, die man gemeinhin unter dem Stichwort &bdquo;Social Media&ldquo; zusammenfasst?<\/strong><\/p>\n<p>Nun, eine ganze Menge, wie Sie gleich feststellen werden. Tatsache ist: Social Media verkauft &ndash; Produkte, Dienstleistungen und nicht zuletzt Ihr Unternehmen. Und: Die richtige Nutzung dieser neuen (Online-) Medien ist meist sogar g&uuml;nstiger und effektiver als (bezahlte) Online-Werbung.<\/p>\n<p>Versetzen Sie sich in die Lage eines (fiktiven) IT Dienstleistungs-Unternehmens aus dem Bereich Business Intelligence. <strong>Von gr&ouml;&szlig;ter Wichtigkeit f&uuml;r das Gesch&auml;ft und die Auftragslage &ndash; das haben mittlerweile auch die gr&ouml;&szlig;ten Kritiker begriffen &ndash; ist das Suchmaschinen-Ranking, also der Platz, an dem das Unternehmen nach der Eingabe definierter Suchbegriffe bei Google &amp; Co. auftaucht.<\/strong> Doch eine einfache Suchanfrage offenbart das ganze Dilemma, in dem sich das Unternehmen und seine Services aktuell befinden: Es taucht bei in s&auml;mtlichen Suchmaschinenrankings an- und abgeschlagen irgendwo auf den Seiten 20 bis 30 auf, die vorderen Pl&auml;tze sind ausschlie&szlig;lich durch die Konkurrenz belegt. Was tun?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>PR 3.0: Suchmaschinen-Marketing mal anders<\/strong><br \/>\nDie bequemste M&ouml;glichkeit: SEO (Suchmaschinenoptimierung) beziehungsweise SMO (Suchmaschinenmarketing). Das hei&szlig;t: Die Firma bucht f&uuml;r (gesch&auml;tzt) mehrere zehntausend Euro pro Monat die wichtigsten Google-&bdquo;Adwords&ldquo; (allen voran &bdquo;Business&ldquo;, &bdquo;Intelligence&ldquo; und &bdquo;Optimierung&ldquo;, wie der freundliche Werberater so sch&ouml;n erkl&auml;rt hat) und schon eine Woche sp&auml;ter ist das Problem gel&ouml;st: Jedes Mal, wenn ein potentieller Kunde die entsprechenden Begriffe in die Suchmaschine eingibt, taucht das Unternehmen ganz weit oben mit seiner Werbung auf. Wunderbar. Was die moderne Technik so alles zu leisten vermag.<br \/>\n<strong><br \/>\nDie effektivere und kosteng&uuml;nstigere M&ouml;glichkeit zu Google Adwords lautet: Online PR.<\/strong> Was viele Profis aus den Bereichen SEO und SEM gerne verschweigen: <strong>Viel effizienter als das teure Buchen von Adwords und Textanzeigen ist fast immer das Erzeugen von so genannten generischen Suchergebnissen. <\/strong>Das sind die Links, die die Suchmaschine ausspuckt, weil die Ergebnisse ganz einfach inhaltlich passen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><br \/>\nWie erzeugt man Links, damit Ihre Ergebnisse ganz oben stehen?<\/strong><br \/>\nEs gibt im Google-Zeitalter nur eine einzige W&auml;hrung, die z&auml;hlt und die Erfolg verspricht: Das sind die Verlinkungen mit anderen Websites, die Sie erzielen. Je gr&ouml;&szlig;er und besser besucht die Website ist, die einen Link auf Ihre Seite setzt, desto h&ouml;her steigen Sie bei den Ergebnissen. Das ist alles.<br \/>\nPreisfrage: Wie erzielt man Verlinkungen mit bedeutenden (= ebenfalls gut verlinkten) Websites? <strong>Ganz einfach: Durch ihre eigenen Pressemitteilungen, durch News und Blogbeitr&auml;ge &ndash; durch effiziente Online-PR.<\/strong><\/p>\n<p>Ihr pers&ouml;nliches Programm &bdquo;Suchmaschinenranking verbessern&ldquo; beginnt mit der Kl&auml;rung der Frage, welche Beschreibungstexte f&uuml;r Ihr Unternehmen bzw. dessen&nbsp; Produkte und Services bedeutsam sind. Welche Keywords generieren den h&ouml;chsten Traffic oder die meisten Bestellungen? Und: Was verwendet die werte Konkurrenz? Diese Begriffe sollten in Ihren Pressemitteilungen, Blogbeitr&auml;gen etc. so h&auml;ufig wie m&ouml;glich verwendet werden. Im Klartext: So h&auml;ufig wie m&ouml;glich, ohne l&auml;cherlich zu wirken. <\/p>\n<p>Vergessen Sie dabei aber nicht, die Wirksamkeit im Auge zu behalten. Kommen 80% der Besucher Ihrer Website von organischen Suchergebnissen, generieren diese aber nur 20% Ihrer Leads, also der wirklich erfolgreichen Kontaktanbahnungen? Oder werden 80% Ihrer Leads von den 20% der Websurfer erzeugt, die auf Ihre Google Adwords klicken? Dann m&uuml;ssen Sie gut &uuml;berlegen, wie Sie das Verh&auml;ltnis zwischen generischen Hits (Informationen) und bezahlten Ads (Leads) neu ausrichten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n<strong>Wo sind die News?<\/strong><br \/>\nDie Begriffe stehen fest, der Verteiler ist Up-to-Date, nun kann es also an den Aussand gehen.<br \/>\nUnd beim Aussand stehen wir vor dem klassischen PR-Dilemma, das lautet: Wir haben keine Inhalte, m&uuml;ssen aber News produzieren. &Uuml;blicherweise entwickeln Unternehmen dann vermeintlich spannende Pressemitteilungen zu unternehmensinternen Bef&ouml;rderungen, Produkten, die irgendwann im Jahr 2017 (vielleicht) marktreif sind oder der Farbe in den neuen B&uuml;ror&auml;umen. Das Problem: Es gibt &ndash; auf den ersten Blick &ndash; nichts Mitteilenswertes.<\/p>\n<p>Es geht auch anders. <strong>Selbst ohne konkreten Anlass produzieren Sie Nachrichten, die insbesondere &uuml;ber die unz&auml;hligen Kan&auml;le des Web 3.0 rasend schnell ihren Widerhall finden und folglich dazu beitragen, Ihr Suchmaschinen-Ranking zu verbessern.<\/strong> Werden wir kreativ &#8230;<br \/>\n&nbsp;<br \/>\nAnsatz Nr. 1: An erster Stelle bei der Newsfindung steht immer der Markt selbst, in dem sich Ihr Produkt, Ihr Unternehmen und dessen Mitarbeiter bewegen. Das bedeutet: Wenn der Trend rollt &ndash; springen Sie auf! Dazu reicht ein Blick in die Medien: Was wird gerade am hei&szlig;esten diskutiert? Welches Thema ist kontrovers? Wenn Sie dann noch eine Antwort auf die Frage finden, warum ausgerechnet Ihr Unternehmen zu einer L&ouml;sung beitr&auml;gt, sind Sie so gut wie drin. Oder Sie finden eine neue, unverbrauchte Perspektive, die die Story auch f&uuml;r vertikale Medien (also Special Interest) interessant macht. Beispiel Bundestagswahl: Dazu wird in den General Interest-Medien ohnehin alles gesagt? Mitnichten, gerade eine gro&szlig;e Wahl kann der PR-Anker f&uuml;r viele kleine, aber zielgerichtete News sein: Welche Erwartungen hat konkret Ihre Branche an eine neue Regierung? Zitieren Sie Ihren CEO\/Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer! Der Experten-Ansatz funktioniert f&uuml;r fast jedes Thema.<\/p>\n<p>Ansatz Nr. 2: Erweitern Sie die Story durch erg&auml;nzende Materialien wie Fotos und Illustrationen. Infografiken zum Beispiel, wie sie t&auml;glich auf den Titelseiten vieler Tageszeitungen erscheinen, liefern auf einen Blick Zahlen, die eine ganze Geschichte erz&auml;hlen. Ebenso gern genommen: Schnell recherchierte Fakten zu hei&szlig;en Themen wie Umfragen, Statistiken &ndash; oder ihre eigenen Verkaufszahlen mit einem neuen Bezug zum Markt. Wenn Sie die (zitierf&auml;hige) Quelle sind, sind Sie halb drin.<\/p>\n<p>Ansatz Nr. 3: Eine fast immer ungenutzte Quelle f&uuml;r spannende News liegt in Ihrem Unternehmen selbst: Es sind die Mitarbeiter, die dahinter stehen. Nichts interessiert Menschen mehr als andere Menschen. Gibt es spannende, unerwartete oder emotionale Ans&auml;tze, die Ihre Mitarbeiter betreffen? Menschelt&rsquo;s so richtig sch&ouml;n? Woher nehmen diese ihre Ideen, ihre Inspiration? Wie sehen ihre Karrierewege aus?<\/p>\n<p>Diese News sollten anschlie&szlig;end nicht nur via Presseverteiler unters Volk gebracht werden. Hier drei weitere Tipps:<br \/>\n&bull;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Integrieren Sie alle News und pers&ouml;nlichen Stellungnahmen in einen (unternehmenseigenen) Blog<br \/>\n&bull;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Richten Sie einen RSS-Feed ein, mit dessen Hilfe Leser Ihre Themen abonnieren<br \/>\n&bull;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Gestalten Sie die Landing Page, auf die in Ihren News verwiesen wird, ansprechend und benutzerfreundlich.<\/p>\n<p>Diese drei Dinge kosten kaum etwas, wirken aber ungemein effektiv. Die Vorteile dieser Art der Suchmaschinen-Optimierung auf einen Blick:<br \/>\n&bull;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Wesentlich h&ouml;here inhaltliche Gestaltungsm&ouml;glichkeiten im Gegensatz zu Adwords.<br \/>\n&bull;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Die News tauchen nur kontextbezogen auf &ndash; Zufallsergebnisse entfallen.<br \/>\n&bull;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Im Gegensatz zu Adwords kosten Sie Klicks auf die generischen Suchergebnisse keinen Cent.<br \/>\n&bull;&nbsp;&nbsp;&nbsp; H&ouml;herer Wirkungsgrad: Tats&auml;chlich werden die generischen Suchergebnisse viel h&auml;ufiger geklickt als Werbeanzeigen. Bei jeder Suchanfrage entfallen 75% der folgenden Klicks auf die generischen Ergebnisse, gerade einmal 25% dagegen auf Werbung.<br \/>\n&bull;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Im Gegensatz zu bezahlter Online-Werbung halten Ihre durch Online-PR erzielten Links und Suchergebnisse viel l&auml;nger vor.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\nMehr Informationen zum Thema:&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" height=\"150\" width=\"150\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-1733\" title=\"public-relations-die-besten-Tricks-der-medien-profis\" alt=\"public-relations-die-besten-Tricks-der-medien-profis\" src=\"http:\/\/wallaby.de\/news\/wp-content\/uploads\/2009\/09\/public-relations-die-besten-Tricks-der-medien-profis-150x150.jpg\" srcset=\"https:\/\/wallaby.de\/news\/wp-content\/uploads\/2009\/09\/public-relations-die-besten-Tricks-der-medien-profis-150x150.jpg 150w, https:\/\/wallaby.de\/news\/wp-content\/uploads\/2009\/09\/public-relations-die-besten-Tricks-der-medien-profis.jpg 240w\" sizes=\"(max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><br \/>\n<strong>Public Relations<br \/>\nDie besten Tricks der Medienprofis<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Autor: Hajo Neu, Hochen Breitwieser<br \/>\n2. Auflage BusinessVillage 2009<br \/>\n118 Seiten<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.amazon.de\/exec\/obidos\/ASIN\/3938358939\/reisefibelnet-21\" target=\"_blank\" title=\"Public Relation bestellen bei amazon\">Public Relation bestellen bei Amazon<\/a><br \/>\n21,80 Eur[D] \/ 22,50 Eur[A] \/ 35,90 CHF UVP <\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n\n\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"entry-summary\" itemprop=\"text\">\n<p>Unternehmenskommunikation in Zeiten des Web 3.0 folgt komplett anderen Regeln In der guten alten Zeit vor dem Internet glichen Unternehmen Trutzburgen. Wann die Zugbr&uuml;cke hochgezogen und welche Informationen ins Land hinaus durften, entschied der Pressechef, und meist waren es streng verfasste Unternehmenspressemitteilungen. 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