﻿{"id":1537,"date":"2009-07-25T21:55:11","date_gmt":"2009-07-25T19:55:11","guid":{"rendered":"http:\/\/wallaby.de\/news\/?p=1459"},"modified":"2009-07-25T21:55:11","modified_gmt":"2009-07-25T19:55:11","slug":"%c3%bcberwachungssoftware-in-blackberry-update-entdeckt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wallaby.de\/news\/sicherheit\/%c3%bcberwachungssoftware-in-blackberry-update-entdeckt-p1537.html","title":{"rendered":"\u00dcberwachungssoftware in Blackberry-Update entdeckt"},"content":{"rendered":"<div class=\"entry-content\" itemprop=\"text\">\n<h2>Sicherheitsexperte &#8211; Updateserver k\u00f6nnten gehackt worden sei<\/h2>\n<p><strong>Eigentlich ist das Update, das sich k\u00fcrzlich viele Blackberry-Nutzer in den Vereinigten Arabischen Emiraten heruntergeladen und installiert haben, vom Mobilnetzbetreiber <a href=\"http:\/\/www.etisalat.ae\" title=\"Zur Website von etisalat\">Etisalat <\/a>als Performance-Update beworben worden.<\/strong> Erst nachdem viele Kunden, die das vermeintliche Update installiert hatten, mit deutlich <strong>verk\u00fcrzter Akkulaufzeit oder gar Totalausf\u00e4llen<\/strong> ihrer Blackberrys konfrontiert waren und sich deshalb an den Hersteller wandten, flog der Skandal auf. Bei dem &#8222;Performance-Update&#8220; handelte es sich um eine \u00dcberwachungssoftware der kalifornischen Firma <a href=\"http:\/\/ss8.com\" title=\"Zur Website von ss8\">SS8<\/a>. Das Unternehmen versorgt eigenen Angaben zufolge&#8230;<\/p>\n<p><!--more--> Ermittler und Nachrichtendienste weltweit mit \u00dcberwachungsl\u00f6sungen f\u00fcr Telekommunikation. Die auf den Blackberrys installierte Software erm\u00f6gliche den Zugriff auf private Daten, hei\u00dft es von Blackberry-Hersteller Research in Motion (RIM) http:\/\/www.rim.com . RIM hat mittlerweile ein eigenes Update herausgegeben, das die \u00dcberwachungssoftware wieder entfernt. <\/p>\n<p>Wieso \u00dcberwachungssoftware in das Update eingeschleust wurde, ist nach wie vor unklar. Ans Licht kam die Aktion nur, weil die betroffenen Mobiltelefone durch st\u00e4ndige Anmeldeversuche an einem zentralen Server langsamer reagierten als \u00fcblich und die Akkulaufzeit durch das st\u00e4ndige Senden stark reduziert wurde. <strong>Betroffen waren rund 145.000 Blackberry-Nutzer, die das Netz des ehemaligen staatlichen Monopolisten Etisalat nutzen. <\/strong>Kunden des Konkurrenz-Netzbetreibers &#8222;Du&#8220; blieben verschont.<\/p>\n<p>&#8222;Dass Spyware auf Handys in so einem Ausma\u00df Verbreitung findet, habe ich noch nie geh\u00f6rt. Wenn SS8 schon auf der Homepage damit wirbt, Nachrichtendienste und Ermittler als Kunden zu haben, dann kann man nat\u00fcrlich spekulieren, was da dahintersteckt. Das k\u00f6nnten Wirtschaftskriminelle ebenso sein wie Geheimdienste&#8220;, so Ralf Benzm\u00fcller, Handy-Sicherheitsexperte beim deutschen Anbieter f\u00fcr Security-Software <a href=\"http:\/\/www.gdata.de.\" title=\"Zur Website von GData\">GData&nbsp;<\/a> Angesichts der Tatsache, dass besonders Dubai als internationale Drehscheibe gelte, k\u00f6nnten auch Blackberrys von Durchreisenden betroffen sein, die sich im Etisalat-Handynetz angemeldet und etwaige Updates installiert haben, sagt er.<\/p>\n<p>Die Frage, wie die \u00dcberwachungssoftware auf die Updateserver gelangt sein k\u00f6nnte, l\u00e4sst sich ebenfalls nur spekulativ beantworten. &#8222;Da k\u00f6nnte sich jemand reingehackt haben, der dann die Updates manipuliert hat. Dazu braucht derjenige nur den richtigen Personen beim Handyanbieter Keylogger unterzujubeln&#8220;, so Benzm\u00fcller. Erstaunen l\u00f6st beim Experten die Tatsache aus, dass ausgerechnet die als sicher geltenden Blackberrys betroffen sind. &#8222;RIM betreibt einen gro\u00dfen Aufwand. Dort versucht man, alle m\u00f6glichen Sicherheitsbedenken zu ber\u00fccksichtigen&#8220;, sagt er. Wirklich wirksamen Schutz vor solchen Attacken gibt es indes noch keinen. Zwar gebe es, so Benzm\u00fcller, f\u00fcr Symbian und Windows Mobile Handy-Virenscanner, diese finden jedoch noch wenig Verbreitung. F\u00fcr Smartphones, die andere Betriebssysteme nutzen, etwa das iPhone, existiert noch keine Antivirensoftware. <br \/>\n&nbsp;<\/p>\n\n\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"entry-summary\" itemprop=\"text\">\n<p>Sicherheitsexperte &#8211; Updateserver k\u00f6nnten gehackt worden sei Eigentlich ist das Update, das sich k\u00fcrzlich viele Blackberry-Nutzer in den Vereinigten Arabischen Emiraten heruntergeladen und installiert haben, vom Mobilnetzbetreiber Etisalat als Performance-Update beworben worden. 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