﻿{"id":1314,"date":"2009-06-28T21:23:46","date_gmt":"2009-06-28T19:23:46","guid":{"rendered":"http:\/\/wallaby.at\/news\/?p=1314"},"modified":"2009-06-28T21:23:46","modified_gmt":"2009-06-28T19:23:46","slug":"westliche-firmen-mitschuld-an-internetzensur","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wallaby.de\/news\/technik\/westliche-firmen-mitschuld-an-internetzensur-p1314.html","title":{"rendered":"Westliche Firmen Mitschuld an Internetzensur"},"content":{"rendered":"<div class=\"entry-content\" itemprop=\"text\">\n<h2>Reporter ohne Grenzen fordert neue Gesetzgebung<\/h2>\n<p>Paris\/Wien (pte\/25.06.2009\/06:10) &#8211; Die Organisation Reporter ohne Grenzen (ROG) http:\/\/www.rsf.org macht europ\u00e4ische und US-Firmen mitverantwortlich f\u00fcr Internetzensur. Viele Unternehmen lassen sich derzeit in diktatorisch gef\u00fchrten L\u00e4ndern Einschr\u00e4nkungen aufzwingen oder sehen dabei zu, wie ihre Produkte missbr\u00e4uchlich f\u00fcr Zensurma\u00dfnahmen eingesetzt werden. Daher fordert Reporter ohne Grenzen eine neue Gesetzgebung, die es den Internetfirmen erm\u00f6glicht, diese aufgezwungenen Beschr\u00e4nkungen zu umgehen. &#8222;Sowohl der Iran als auch China blockieren momentan Nachrichten und Informationen mit Hilfe westlicher Technologien. Es ist h\u00f6chste Zeit, dass die USA und Europa ihre Firmen vor diesem gef\u00e4hrlichen Missbrauch sch\u00fctzen&#8220;, so die Organisation. <strong>Im Iran nutzt die Regierung aktuell Technologien<\/strong>&#8230;<br \/>\n<!--more--><br \/>\nvon dem Jointventure Nokia Siemens Networks, um das Web oder E-Mails zu filtern. Zuletzt war bekannt geworden, dass die beiden Unternehmen Software f\u00fcr die \u00dcberwachung von Telekommunikation im Iran mit einem gemeinsamen Netzwerk erm\u00f6glicht haben. In <strong>China <\/strong>wiederum hat das Ministerium f\u00fcr Industrie und Informationstechnologie k\u00fcrzlich eine Filter-<strong>Pflichtsoftware f\u00fcr alle ab ersten Juli verkauften Computer beschlossen<\/strong>. Offiziell wurde dies damit begr\u00fcndet, dass pornografische Inhalte aussortiert werden sollen. Allerdings besteht die Gefahr von umfassenden Zensurma\u00dfnahmen und einer weiteren Einschr\u00e4nkung der Meinungsfreiheit.<\/p>\n<p>Die international agierende Pressefreiheitsorganisation Reporter ohne Grenzen fordert aufgrund dessen offizielle Richtlinien wie etwa den Global Online Freedom Act (GOFA). Damit sollen Firmen gegen derlei repressive Gesetze angehen und die freie Verbreitung von Informationen gew\u00e4hrleisten k\u00f6nnen. GOFA ist ein Gesetzesentwurf, der derzeit in verschiedenen Versionen in Europa und den USA gepr\u00fcft wird. In den Vereinigten Staaten wurde der erstmals 2006 eingebrachte Entwurf am 6. Mai dieses Jahres in einer neueren Variante von dem republikanischen Senator Christopher Smith im Repr\u00e4sentantenhaus vorgeschlagen. Es soll verhindern, dass US-Firmen mit repressiven Regierungen in puncto Internetzensur kooperieren.<\/p>\n<p>Das europ\u00e4ische GOFA-Modell wiederum wurde am 17. Juli vergangenen Jahres von Jules Maaten, einem niederl\u00e4ndischen Europaparlamentarier eingebracht. Es \u00e4hnelt stark der US-Version und appelliert an europ\u00e4ische Firmen, ihre Verantwortung in Bezug auf Menschenrechte ernst zu nehmen und Server au\u00dferhalb repressiver L\u00e4nder zu lokalisieren.<\/p>\n\n\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"entry-summary\" itemprop=\"text\">\n<p>Reporter ohne Grenzen fordert neue Gesetzgebung Paris\/Wien (pte\/25.06.2009\/06:10) &#8211; Die Organisation Reporter ohne Grenzen (ROG) http:\/\/www.rsf.org macht europ\u00e4ische und US-Firmen mitverantwortlich f\u00fcr Internetzensur. Viele Unternehmen lassen sich derzeit in diktatorisch gef\u00fchrten L\u00e4ndern Einschr\u00e4nkungen aufzwingen oder sehen dabei zu, wie ihre Produkte missbr\u00e4uchlich f\u00fcr Zensurma\u00dfnahmen eingesetzt werden. 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