﻿{"id":118,"date":"2006-09-20T01:04:43","date_gmt":"2006-09-20T00:04:43","guid":{"rendered":"http:\/\/wallaby.at\/news\/technik\/internet-summit-2006-internet-revolution-kommt-erst-118.html"},"modified":"2006-09-20T01:04:43","modified_gmt":"2006-09-20T00:04:43","slug":"internet-summit-2006-internet-revolution-kommt-erst","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wallaby.de\/news\/technik\/internet-summit-2006-internet-revolution-kommt-erst-p118.html","title":{"rendered":"Internet Summit Austria 2006 &#8211; Internet-Revolution kommt erst"},"content":{"rendered":"<div class=\"entry-content\" itemprop=\"text\">\n<h3>Experten diskutieren die Bedeutung des Internets f\u00fcr die Wirtschaft<\/h3>\n<p>Die Internet-Revolution ist erst zu 10 &#8211; 15 Prozent abgeschlossen. Diese Einsch\u00e4tzung traf Michael R. Nelson, Director of Internet Technology and Strategy bei IBM, auf dem heute in der Wiener Hofburg auf Initiative der ISPA abgehaltenen &#8222;Internet Summit Austria 2006&#8220;. F\u00fcr Nelson ist das Internet noch immer nicht Teil des Alltags, so wie es etwa die Elektrizit\u00e4t sei: &#8222;In Zukunft werden wir es hunderte Male am Tag in Dutzenden unterschiedlichen Wegen nutzen &#8211; ebenso wie wir Elektrizit\u00e4t nutzen. Die Herausforderung f\u00fcr die Zukunft liegt darin, sicherzustellen, dass das Internet weiterhin auf offenen Standards basiert, damit es eine offene Plattform f\u00fcr Innovation sein kann&#8220;, erkl\u00e4rte Nelson.<!--more--><\/p>\n<h3>Breitband-Internet als Garant einer dynamischen Entwicklung<\/h3>\n<p>Kurt Einzinger, Generalsekret\u00e4r der ISPA (der Internet Service Providers Austria), sieht den nachhaltigen Wettbewerb der Anbieter f\u00fcr Infrastruktur, Inhalte und Dienste f\u00fcr Breitband-Internet als besten Garant f\u00fcr eine dynamische Entwicklung der \u00f6sterreichischen Informationsgesellschaft. Alle internationalen Studien und Erfahrungen w\u00fcrden dies best\u00e4tigen, so Einzinger.<\/p>\n<p>&#8222;Neben Schiene, Stra\u00dfe und Energie hat sich die Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) zur wichtigsten Infrastruktur entwickelt. Vorraussetzung f\u00fcr jegliche IKT-Entwicklung eines Landes ist der Ausbau moderner Infrastruktur&#8220;, so Einzinger. Die Sicherstellung von nachhaltigem Wettbewerb auf allen Ebenen und die F\u00f6rderung von Wettbewerb, wo er noch nicht gen\u00fcgend vorhanden ist, muss nach Ansicht der ISPA vorrangige Aufgabe einer verantwortlichen IKT- und Medien-Politik sein. Effektive Regulierungsma\u00dfnahmen m\u00fcssten \u00fcberall dort, wo Marktverzerrungen auftreten oder aus anderen Gr\u00fcnden kein Wettbewerb sich entwickelt, eingesetzt werden, um wettbewerbsf\u00f6rdernde Rahmenbedingen herzustellen. In diesem Zusammenhang unterstrich Einzinger die Forderung nach einem Bundesministerium f\u00fcr Informationsgesellschaft und Medien (BMIM) nach dem Vorbild der Europ\u00e4ischen Kommission.<\/p>\n<h3>Fairer und nachhaltiger Wettbewerb n\u00f6tig<\/h3>\n<p>Durch f\u00f6rdernde Rahmenbedingungen f\u00fcr Markteintritt und Wettbewerb und durch nachfrageseitige F\u00f6rderungen in Bereichen, wo nicht gen\u00fcgend Marktanreize existieren, sollte nach Meinung der ISPA der Breitbandausbau und die tats\u00e4chliche Breitbandnutzung verst\u00e4rkt vorangetrieben werden. &#8222;Insbesondere der F\u00f6rderung eines fairen und nachhaltigen Wettbewerbs kommt dabei eine zentrale Bedeutung zu. Denn nachhaltiger Wettbewerb ist durch die Verbreiterung des Angebots und die Differenzierung bei Preis und Produktausstattung die effizienteste Form, um nachfrageseitig positive Effekte zu erzielen und damit nicht nur die technische Verf\u00fcgbarkeit, sondern auch die tats\u00e4chliche Nutzung von Breitband-Internet zu erh\u00f6hen&#8220;, erkl\u00e4rte ISPA-Pr\u00e4sident Georg Chytil.<\/p>\n<p>Erfreut zeigte sich Chytil \u00fcber die Ank\u00fcndigung von Bundeskanzler Sch\u00fcssel, der vor nicht ganz zwei Wochen erkl\u00e4rt hatte, in den n\u00e4chsten Jahren rund 500 Millionen Euro in den Ausbau der Breitbandinfrastruktur flie\u00dfen zu lassen. &#8222;Das ist sehr viel Geld &#8211; es sollte daher auch effektiv verwendet werden, ohne dass dadurch Marktverzerrungen bewirkt werden oder der Wettbewerb zur\u00fcck gedr\u00e4ngt wird. Wir sind gerne bereit, mit unserer Expertise und Marktkenntnis bei einer sinnvollen und nachhaltigen Verwendung der finanziellen Mittel mitzuarbeiten.&#8220;<\/p>\n<p>Das Internet bilde schon heute die Grundlage f\u00fcr weite Teile des Wirtschaftslebens in \u00d6sterreich, erg\u00e4nzte Einzinger in seinen Ausf\u00fchrungen. Die St\u00e4rkung, Sicherung und Ausdehnung dieser Grundlage werde zweifelsohne nur positive Wachtums- und Katalysatoreffekte auf die Wirtschaftsleistung \u00d6sterreichs haben. &#8222;Auch aus globalen Konkurrenzgr\u00fcnden ist dies notwendig, wenn man nicht gegen\u00fcber vielen anderen L\u00e4ndern wirtschaftlich zur\u00fcckfallen will&#8220;, so der ISPA-Generalsekret\u00e4r.<\/p>\n<h3>Content &#8211; Politik ist gefordert<\/h3>\n<p>F\u00fcr Einzinger sind Breitbandnetze mit starken Motoren f\u00fcr Wachstum, Innovation und gesellschaftliche Emanzipation vergleichbar. Aber Motoren ben\u00f6tigten Brennstoff. Breitbandnetze werden durch das Verlangen der Nutzer nach einer immer gr\u00f6\u00dfer werdenden Anzahl von hochqualitativen Inhalten, Anwendungen und Endger\u00e4ten, die auch \u00fcber diese Netze gekauft werden, angetrieben. Die Erm\u00f6glichung der Zurverf\u00fcgungstellung von Inhalten (Content) und Diensten ist f\u00fcr die ISPA somit einer der kritischen Faktoren f\u00fcr die Entwicklung der Informationsgesellschaft. Insbesondere traditionelle Medienkonzerne sehen diese Entwicklung als Gefahr und nicht als Chance.<\/p>\n<p>Die Politik sollte nach Meinung von Einzinger die Grundlagen daf\u00fcr legen, dass ein offener Zugang und freier Wettbewerb der Inhalte \u00fcber die Breitbandnetze m\u00f6glich wird. Die Regelung der Rechtesituation f\u00fcr digitalen Content sei f\u00fcr die Interessensvertretung des heimischen Internets eine wichtige Aufgabe.<\/p>\n<h3>Internet ist unerl\u00e4sslich f\u00fcr den Gesch\u00e4ftserfolg<\/h3>\n<p>F\u00fcr David Farber, Professor an der US-amerikanischen Carnegie Mellon University und ehemaliger Chef-Technologe der FCC, ist das Internet sowohl intern als auch extern unerl\u00e4sslich f\u00fcr den Erfolg eines Unternehmens. Die Zeitkonstanten bei den heutigen Gesch\u00e4ftsbeziehungen seien einfach zu kurz, sogar f\u00fcr einen Express-Versand, denn Unternehmen existierten \u00fcber Landesgrenzen und Kontinente hinaus.<\/p>\n<p>&#8222;Wie wichtig das Internet vor allem f\u00fcr Kleine und Mittlere Unternehmen (KMU) ist, erkl\u00e4rte Farber anhand eines praktischen Beispiels: &#8222;Viele Kleinunternehmen funktionieren nur aufgrund des Internets. Ein Coffee-Shop in Chicago kann international bekannt werden und Produkte im ganzen Land verkaufen. Versuchen Sie das doch einmal ohne Internet!&#8220;<\/p>\n<h3>Online-Bestellung im Gro\u00dfhandel an der Tagesordnung<\/h3>\n<p>\u00c4hnlich sieht Chytil die derzeitige Entwicklung: Wo gestern noch mit Email kommuniziert und per Web informiert wurde, finde heute die Interaktion auf Business-Portalen statt &#8211; viele Unternehmen erwirtschafteten den Gro\u00dfteil &#8211; manche sogar ihre gesamten Ums\u00e4tze &#8211; online.<\/p>\n<p>&#8222;Im Gro\u00dfhandel ist die Online-Bestellung inzwischen Usus, au\u00dfer bei notwendigen Beratungsgespr\u00e4chen wird kaum noch zum Telefon gegriffen. Ist das Webinterface einmal akzeptiert, kann die Transaktion mit einer tieferen Integration sowohl beim Anbieter wie beim K\u00e4ufer ohne Medienbruch in die Logistikkette eingebunden werden. Noch integrierter interagiert beispielsweise das Enterprise Ressource Planning (ERP) des Kunden direkt mit dem Webportal des Anbieters&#8220;, so der lSPA-Pr\u00e4sident.<\/p>\n<p>Chytil zitierte dazu ein Beispiel aus der Praxis: &#8222;Ein Vertriebsmann in einem ausl\u00e4ndischen Verkaufsb\u00fcro einer Produktionsfirma f\u00fcr Steinwolle hat \u00fcber Internet direkten Zugriff auf das firmeninterne Bestellwesen. Bei einem Anruf vom Kunden kann er online Tagespreise abfragen, Wunschtermine \u00fcberpr\u00fcfen und Auftr\u00e4ge f\u00fcr die Produktion an einem anderen Standort des Konzerns erteilen. \u00dcber Internet wird die Auftragsbest\u00e4tigung an den Endkunden gesandt, wird f\u00fcr den Fertigungstag ein Lastzug einer Spedition an den Produktionsort bestellt, die Rechnung wird \u00fcber Internet \u00fcbermittelt. Und die Bezahlung erfolgt \u00fcber Online-Banking &#8211; nur dass in der Praxis der Kunde nicht mehr anruft, sondern seine Bestellung online \u00fcbermittelt. Dadurch steigt die Effizienz der Dienstleistung und personelle Ressourcen k\u00f6nnen besser genutzt werden.&#8220;<\/p>\n<h3>Dynamik noch nicht absch\u00e4tzbar<\/h3>\n<p>Wie das Strom- und Gasnetz sei auch das Internet inzwischen f\u00fcr den Gesch\u00e4ftskunden selbstverst\u00e4ndlich. Oft werde dabei \u00fcbersehen, wie jung das Medium sei, wie rasant sich die Technik weiterentwickelt, und wie unklar die legistischen, kulturellen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen noch seien. &#8222;Das Internet hat insgesamt eine noch nicht absch\u00e4tzbare neue Dynamik in die Wirtschaft gebracht&#8220;, res\u00fcmierte Chytil (<a title=\"Zur News-Meldung der \u00f6sterreichischen ISPA\" target=\"_blank\" href=\"http:\/\/www.pressetext.de\/pte.mc?pte=060920016\">ISPA<\/a>, Wien, 20.09.2006).<\/p>\n\n\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"entry-summary\" itemprop=\"text\">\n<p>Die Internet-Revolution ist erst zu 10 &#8211; 15 Prozent abgeschlossen. Diese Einsch\u00e4tzung traf Michael R. Nelson, Director of Internet Technology and Strategy bei IBM, auf dem heute in der Wiener Hofburg auf Initiative der ISPA abgehaltenen &#8222;Internet Summit Austria 2006&#8220;. F\u00fcr Nelson ist das Internet noch immer nicht Teil des Alltags, so wie es etwa die Elektrizit\u00e4t sei: &#8222;In Zukunft werden wir es hunderte Male am Tag in Dutzenden unterschiedlichen Wegen nutzen &#8211; ebenso wie wir Elektrizit\u00e4t nutzen. Die Herausforderung f\u00fcr die Zukunft liegt darin, sicherzustellen, dass das Internet weiterhin auf offenen Standards basiert, damit es eine offene Plattform f\u00fcr Innovation sein kann&#8220;, erkl\u00e4rte Nelson &#8230;<\/p>\n\n<\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[11],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/wallaby.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/118"}],"collection":[{"href":"https:\/\/wallaby.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/wallaby.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wallaby.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wallaby.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=118"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/wallaby.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/118\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/wallaby.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=118"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/wallaby.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=118"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/wallaby.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=118"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}