United Internet weiterhin im Höhenflug

Rekordzahlen in allen Bereichen

Der Internetprovider United Internet hat im ersten Halbjahr 2006 neuerlich ein Rekordergebnis erzielt. Das Unternehmen konnte sowohl Umsatz als auch Ergebnis deutlich steigern und übertraf die Erwartungen der Analysten. Während die Umsatzzahlen von 335,4 Mio. Euro im Vorjahr auf 597,1 Mio. kletterten (plus 78 Prozent), erhöhte sich das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) sogar um 112 Prozent auf 118,1 Mio. Euro. Der Vorsteuergewinn von United Internet verdoppelte sich in den ersten sechs Monaten von 45,7 Mio. im Vergleichszeitraum des Vorjahres auf 91,6 Mio. Euro. „Am erfolgreichsten läuft derzeit der Bereich unseres Produktgeschäfts“, sagt Marcus Schaps, Pressesprecher von United Internet, auf Nachfrage von pressetext.

Der Internetanbieter konnte im ersten Halbjahr über alle Geschäftsfelder hinweg Rekordzahlen verbuchen und erzielte das beste Ergebnis seit Bestehen des Unternehmens. „Unser Kerngeschäft liegt im Webhosting, Internetaccess (DSL) sowie im Online-Werbemarkt“, erklärt Schaps. Besonders der Zuwachs an kostenpflichtigen Kundenverträgen habe United Internet gute Zahlen eingebracht. Im ersten Halbjahr 2006 verzeichnete das Unternehmen einen Anstieg um 790.000 auf 5,87 Mio. Verträge. Der Bereich Webhosting legte vor allem im Ausland kräftig zu. Dort steigerte United Internet die Anzahl der Verträge um 210.000 auf 810.000 internationale Kundenverträge. Hinzu kommen weitere 250.000 Verträge aus der im Mai vollzogenen Übernahme des britischen Webhosting-Unternehmens Fasthosts. Insgesamt zählt United Internet im Ausland nun 1,06 Mio. Kunden.

Auch das DSL-Geschäft legte in den ersten sechs Monaten deutlich zu. Seit Jahresbeginn kletterte die Anzahl der Kunden mit Telefonie-Flatrate um 270.000 auf aktuell rund 580.000. Die Zahl der DSL-Leitungskunden steigerte sich um 440.000 auf rund 1,40 Mio. Insgesamt erzielte United Internet mit seinen Kernmarken GMX, Web.de, 1&1 sowie Schlund und Partner ein Umsatzplus von 88 Prozent auf 459,7 Mio. Euro. Der Vorsteuergewinn erhöhte sich um 92 Prozent auf 78,6 Mio. Euro. Im Outsourcing-Segment steigerte sich der Umsatz um 19 Prozent, im Bereich Online-Marketing um 85 Prozent.

„Für das Gesamtjahr 2006 erwarten wir eine 50-Prozent-Steigerung sowohl bei Umsatz als auch Ergebnis“, so Schaps im pressetext-Gespräch. Weitere Übernahmen seien derzeit nicht konkret in Planung, das Unternehmen schaue sich aber laufend nach passenden Optionen um. Im Gesamtjahr will United Internet etwa 500.000 DSL-Kunden dazu gewinnen. Zudem seien für das dritte und vierte Quartal Produktinnovationen geplant, die laut Unternehmenschef Ralph Dommermuth absolut auf den Massenmarkt ausgerichtet sein sollen (united internet, Montabaur, 11.08.2006).

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Telekom kauft sich bei Bezahldienst Click&Buy ein

Allianz gegen übermächtige Konkurrenz von PayPal und Co.

Um den eigenen Bezahldienst T-Pay anzukurbeln, steigt die Deutsche Telekom beim Kölner Wettbewerber Click&Buy ein. Die Beteiligung beläuft sich auf zehn Prozent, bestätigte Andreas Horst, Sprecher bei Click&Buy-Betreiber Firstgate, gegenüber pressetext einen Bericht der Zeitung Die Welt. Finanzielle Details wollte er aber nicht verraten. Dazu sei mit der Deutschen Telekom Stillschweigen vereinbart worden.

Über die Beteiligung hinaus haben Firstgate und die Deutsche Telekom eine strategische Partnerschaft geschmiedet, die eine Interoperabilität zwischen den beiden Bezahldiensten ermöglichen soll. Mit der Allianz können sich die Partner nun besser gegen die übermächtige Konkurrenz der Bezahldienste von Google und Ebay positionieren und gemeinsam die enormen Wachstumschancen nutzen. Laut einer Studie der Unternehmensberater von Booz Allen Hamilton könnten die Anbieter von Online-Bezahlsystemen allein in Deutschland bis 2010 mit einer Steigerung des Transaktionsvolumens auf 40 Mrd. Euro rechnen. Keep reading →

Online-Handel abhängig von standardisierten Bezahlverfahren

Traditionelle Systeme geraten in Bedrängnis

Die Entwicklung von Bezahlsystemen ist ein Dauerthema beim Online-Shopping – sowohl für Käufer als auch für Händler. 37,7 Prozent der deutschen Internet-Nutzer halten sich nach einer Studie von EuPD Research aufgrund nicht passender Bezahlverfahren mit dem Online-Kauf noch zurück. Deshalb schreiben knapp 57 Prozent der Händler dem Bezahlverfahren einen wesentlichen Einfluss auf den Geschäftserfolg zu. Noch wird zu wenig für die Entwicklung von kundenfreundlichen Bezahlsystemen getan, so die Kritik von Branchenexperten. Im Internet dominiere daher die unbequeme Zahlung per Keep reading →