Unternehmen investieren verstärkt in eBusiness

Die Unternehmen in Deutschland werden ihre Investitionen in den elektronischen Geschäftsverkehr im laufenden Jahr spürbar erhöhen. Über ein Drittel der Unternehmen will die entsprechenden Ausgaben im Jahr 2007 aufstocken, fast 60 wollen im gleichen Umfang investieren wie im Vorjahr. Das ist das Ergebnis des „eBusiness-Barometer 2007/2008“, das heute in Berlin vorgestellt wurde. Die Investitionsfelder sind in diesem Jahr insbesondere Kundenmanagementprogramme, IT-Sicherheitslösungen und Internetportale.

– Jedes dritte Unternehmen investiert in diesem Jahr mehr in eBusiness
– Ein Drittel der Unternehmen stellt zusätzliche IT-Mitarbeiter ein
– Mangel an eBusiness-Experten in Anwenderbranchen droht sich zu verschärfen
Befragt wurden Unternehmen unterschiedlicher Größe und Branchen zu den Perspektiven im eBusiness. Eine deutliche Mehrheit (57 Prozent) der Firmen gibt an, dass eBusiness für sie eine hohe bis sehr hohe Bedeutung hat. Die Unternehmen erwarten zudem, dass eBusiness in den kommenden Jahren weiter an Relevanz gewinnt – insbesondere die Kleinunternehmen (Unternehmen mit weniger als 50 Beschäftigten) sehen für das kommende Jahr einen starken Bedeutungsanstieg um 13 Prozentpunkte. eBusiness-Aktivitäten sind in den Unternehmen zunehmend ein Bestandteil der Unternehmensstrategie und werden somit als wichtiger Faktor für den Unternehmenserfolg und die internationale Wettbewerbsfähigkeit angesehen.

Mit dem Bedeutungsanstieg ist auch eine weiter steigende Nachfrage nach eBusiness-Experten verbunden. Dieses Jahr will jedes dritte Unternehmen zusätzliche ITMitarbeiter einstellen. Besonders gefragt sind nach einer BITKOM-Umfrage Fachkräfte, die sowohl über IT-Know-how als auch über gute Kenntnisse der Anwenderbranchen wie Automobil- und Maschinenbau verfügen. BDI und BITKOM fordern aus diesem Anlass erneut eine flexiblere arbeitsmarktorientierte Zuwanderungspolitik zur Linderung des sich verschärfenden Fachkräftemangels.

Der Umsetzungsstand und die Planung von konkreten eBusiness-Anwendungen sind positiv zu bewerten. Dies trifft vor allem auf die Unternehmensbereiche Vertrieb & Marketing, Rechnungswesen & Finanzen sowie Beschaffung zu. Aufgeschlossen sind die Unternehmen auch neuen Technologien, die im eBusiness zum Einsatz kommen.

Dazu zählen verstärkt mobile Lösungen und Web 2.0 Anwendungen. Auf großes Interesse stoßen ebenso die Möglichkeiten der RFID-Technologie. Es gilt zukünftig den konkreten Nutzen verstärkt zu kommunizieren, um die Anwendung auszubauen. Ebenso sind im Fall von eBusiness-Standards weitere flankierende Informationsmaßnahmen erforderlich.

Die Betrachtung der Kleinunternehmen zeigt, dass diese im Vergleich zu den mittleren und großen Unternehmen speziell bei integrierten Technologien und Anwendungen noch Nachhol- und Informationsbedarf haben. Eine vergleichbare Situation zeigt sich auch bei der IT-Sicherheit: Kleinunternehmen vertrauen hier noch auf eine Grundversorgung, die in der Regel aus einem Virenschutzprogramm besteht. Gleichzeitig bewerten sie das Thema Sicherheit als Zukunftsthema, bei dem sie sich weitere Unterstützung wünschen.

Das „eBusiness-Barometer 2007/2008“ wurde von der Wegweiser GmbH Berlin gemeinsam mit dem Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi), dem Bundesverband der Deutschen Industrie e.V. (BDI), dem Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (BITKOM), dem Fraunhofer Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO), dem Netzwerk Elektronischer Geschäftsverkehr (NEG), PROZEUS sowie dem Institute of Electronic Business (IEB) erhoben. Für die Untersuchung wurde eBusiness als Nutzung vernetzter Informations- und Kommunikationstechnologien (ITK) zur Unterstützung und Optimierung inner- und zwischenbetrieblicher sowie kundenbezogener Geschäftsprozesse definiert. Das „eBusiness-Jahrbuch 2007/2008“, welches die vollständige Studie enthält, kann unter der folgenden Adresse kostenlos heruntergeladen werden: www.wegweiser.de (pressebox, Berlin, 29.08.2007).


No Comments for “Unternehmen investieren verstärkt in eBusiness”

says:

Schöner Artikel. Aber sind wir mal ehrlich, eine andere Möglichkeit haben die Unternehmen auch nicht. Meistens steht und fällt alles mit dem eBusiness!!!!

Gruß Sandra

says:

Ich glaube, dass das wieder eine der Prognosen war, die rückblickend nicht ganz ihr Ziel gefunden hat. Da hilft wohl auch der Firmenname "Wegweiser" nicht. Die Prognose ist und bleibt eben schwierig, gerade auch weil sie so sehr in der Zukunft liegt. :-) Aber die Wegweiser sind nicht alleine. In den vielen Jahresrüblicken 2010 gab es eigentlich nur Vorhersagen, die eher wie orientierungsloses Kartenlesen denn wie profunde Wissenschaft wirkten.