Der Markt für Online-Werbung trotzt der Wirtschaftskrise
Im Jahr 2008 wurden Banner am Bildschirmrand, Pop-ups, gesponserte
Webseiten oder kurze Filme im Wert von 1,3 Milliarden Euro geschaltet. Das ist ein Plus von 29 Prozent . Im November 2008 waren es noch 23 Prozent, gegenüber 2007. Damals betrugen die Netto-Werbeumsätze mit grafischer Online-Werbung 976 Millionen Euro. Das gab der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (BITKOM) auf Basis einer exklusiven Untersuchung des Marktforschungsinstituts Thomson Media Control bekannt. „Das Internet baut seinen Anteil am Werbemarkt weiter aus“, sagte Achim Berg, Vizepräsident des BITKOM. Sogar im krisengeschüttelten vierten Quartal 2008 wuchs der Netto-Werbeumsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum noch um 1,4 Prozent. „Selbst die stark unter Druck stehenden Autobauer sparen nicht an Online-Werbung, weil sie im Internet ihre Zielgruppe sehr genau erreichen“, so Berg. Den größten Anteil zum Online-Werbemarkt steuern.
weiterhin die Telekommunikationsanbieter und Internetplattformen bei. Sie investierten im Jahr 2008 knapp 300 Millionen Euro in grafische Online-Werbung – das entspricht einem Zuwachs gegenüber 2007 von 34,5 Prozent. Auf dem zweiten Platz folgt die Branche „Handel und Versand“ mit annähernd 230 Millionen Euro (+19,9 Prozent). Zu den Top 3 zählen zudem Banken, Versicherungen und Finanzdienstleister. Sie investierten 2008 gut 164 Millionen Euro in grafische Internetwerbung. Im Jahr 2007 waren es noch 120 Millionen Euro (+37,6 Prozent). Sehr stark legten hier die Krankenversicherungen und die Krankenkassen zu, weil diese ihre Zielgruppe – junge und wechselwillige Menschen – besonders gut im Internet erreichen kann. Ebenfalls steigende Marketingausgaben im Internet verzeichnen die KFZ-Versicherer.
In einem Markt mit hoher Wettbewerbsintensität sorgte eine große Zahl an Direktversicherern sowie die Online-Töchter der klassischen Autoversicherungen für ein Wachstum von 53 Prozent gegenüber 2007 auf nunmehr fast 29 Millionen Euro. Zur Methodik: Sämtliche Angaben basieren auf einer Erhebung von Thomson Media Control und umfassen alle Formen klassischer Online-Werbung. Dazu zählen grafische Werbemittel wie Banner, Pop-Ups und Streaming Ads. Suchwort-Marketing und Affiliate-Marketing sind nicht eingeschlossen. Ausgewiesen ist der hochgerechnete Nettoumsatz. Im Gegensatz zum deutlich höheren Bruttoumsatz gibt er nicht die Summe der Listenpreise wieder, sondern berücksichtigt unter anderem geschätzte Rabatte und Agenturprovisionen. Der Unterschied zwischen Brutto- und Nettoumsatz stellt den Unterschied zwischen formell ausgewiesenen und tatsächlich bezahlten Anzeigenpreisen dar.
Quelle: Bitkom.org, Dezember 2008
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Hans
schrieb am 23. September 2009 um 11:45 Uhr:
kann schon sein, dass die Zahlen im Internet-Marketing weiterhin auf Erfolgkurs sind. Ich selber habe auch einen Internet-Shop mit Winterreifen, dennoch finde ich, dass die Einahmen verglichen mit den Vorjahren auch deutlich zurückgehen. Kann sein, dass darum die Firmen mehr in Werbung investieren, um eben die Verluste in den Verkäufen auszugleichen.
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butterfly
schrieb am 23. September 2009 um 12:17 Uhr:
da kann ich zustimmen. Glücklich ist dann der, der auch Geld für Investitionen hat. Darum SEO voll ausschöpfen bevor Kosten in SEM gebuttert werden.
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