Versandlogistik – DHL-Fahrzeuge werden intelligenter

DHL Smarttruck
DHL Smarttruck

Effiziente Logistiksteuerung wird in Berlin getestet

Berlin/Saarbrücken (pte/24.03.2009/06:10) – Ab dieser Woche sind in Berlin Mitte im Rahmen des Pilotprojekts „SmartTrucks“ der Deutschen Post DHL http://www.dp-dhl.de zwei Zustellfahrzeuge einer neuen Generation unterwegs. Sie setzen auf moderne Technologien, um eine dynamische Tourenplanung zu ermöglichen. Die SmartTrucks berücksichtigen dabei erstmals auch aktuelle Verkehrsinformationen in Echtzeit, um auf etwaige Störungen flexibel reagieren zu können. Für das Logistikunternehmen verspricht diese intelligente Lösung eine höhere Kosteneffizienz und gleichzeitig will man dadurch einen verbesserten Kundenservice erreichen. Durch eine Reduktion im CO2-Ausstoß soll auch ein Beitrag zum Umweltschutz geleistet werden.

„Bei SmartTruck kommen neueste Technologien zur Prozesssteuerung im Zusammenspiel mit Systemen zur dynamischen Tourenplanung und zur RFID-gestützten Beladungserkennung zum Einsatz“, sagt Dirk Werth, Leiter der Projektgruppe Business Integration Technologies beim SmartTruck-Projektpartner Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) http://www.dfki.de . Dieses Zusammenspiel erlaubt nicht nur, vorab eine optimale Route zu berechnen. „Das System berücksichtigt erstmalig in Echtzeit aktuelle Verkehrsinformationen in Innenstädten, beispielsweise über Staus oder Baustellen, und passt die Route entsprechend an“, betont Keith Ulrich, Leiter Technology & Innovation Management der Deutschen Post DHL. Dabei wird auf die GPS-Daten gesetzt. „Realisiert wurde das über ein System, das an die Taxiflotte angeschlossen ist“, beschreibt Werth gegenüber pressetext. Diese Lösung ist primär für Großstädte geeignet. Als breiter anwendbare Alternative sei eine Ortung über Mobilfunk zwar grundsätzlich denkbar, zunächst aber nicht vorgesehen, so der Informatiker.

„Es ergeben sich vollkommen neue Möglichkeiten für die Steuerung des Güter- und Wirtschaftsverkehrs“, meint Werth. Die Echtzeit-Reaktion auf Verkehrsstörungen verspricht nicht nur Zeit- und Kosteneinsparungen. Auch der Kraftstoffverbrauch der Zustellfahrzeuge und damit der CO2-Ausstoß sollen dadurch sinken. „Sollte sich die Technik bewähren, rechnen wir mit einer deutlichen Verbesserung unseres Kundenservices durch diese Innovation“, betont Ulrich. Die Kunden könnten auch durch die RFID-Etikettierung profitieren. „Sie erlaubt vor allem, Fehler bei der Beladung zu erkennen“, sagt Werth. Außerdem könne besser auf Ad-hoc-Aufträge reagiert werden und eine präzise Angabe der Abholzeiten sei möglich, so die DHL.

Das unter Leitung des DHL Innovation Center in Zusammenarbeit mit dem DFKI, dem Deutschen Zentrum für Luft und Raumfahrt sowie Motorola und Quintiq entwickelte System wird nun in einer dreimonatigen Pilotphase getestet. Die beiden vollständig ausgestatteten SmartTrucks sollen gemeinsam mit weiteren Fahrzeugen, deren Touren dynamisch geplant werden, täglich rund 500 Abhol- und Zustellaufträge im Großraum Berlin durchführen. Nach erfolgreichem Abschluss des Tests plant die Deutsche Post DHL, SmartTrucks auf 160 Express-Touren in Berlin, aber auch in weiteren deutschen Städten, ländlichen Gebieten und im Ausland einzusetzen.


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