simple "Existenzgründung"

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simple "Existenzgründung"

Beitragvon Imperator19 » 02.02.08

Hallo,

endlich habe ich ein schönes Forum gefunden, was mir evtl. weiter helfen kann.

Ich habe folgenden - vermeintlich einfachen Plan:

Ich möchte über ebay ein Produkt verkaufen, welches mir der Hersteller nach Hause liefern kann. Es handelt sich im weitesten Sinne um ein nicht schnell verderbliches Lebensmittel.
Ich möchte dieses Produkt dann umverpacken und über ebay verkaufen.
Die Verpackungsmaterialien kann ich ebenfalls über einen Großhändler beziehen.

Folgendes:
Ich möchte dies zunächst im kleinen Rahmen tun, sprich, ich muss weder davon leben, noch große Gewinne erziehlen.

Welches Vorgehen dürfte hierfür das einfachste sein? Natürlich ein Gewerbe als Kleinunternehmer anmelden. Aber was muss ich danach bzgl. Buchhaltung etc. beachten. Wo kann ich hierfür die Informationen gewinnen? Innerhalb welcher (Gewinn/Umsatz)grenzen ist es für meinen Fall am besten, zu agieren?
Wie gesagt, es muss alles möglichst einfach bleiben. Ich möchte schlicht und ergreifend etwas groß einkaufen und mit kleinem Gewinn verkaufen?


Ich hoffe, man kann mein Anliegen verstehen und es klingt nicht zu laienhaft.

Herzlichen Dank.

Gabriel
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Re: simple "Existenzgründung"
Kleingewerbe

Beitragvon gründerberaterin » 06.02.08

Hallo,
im Großen und Ganzen ist nicht viel Unterschied zu einem Händler, der dies hauptberuflich machen möchte.
1. Gewerbe anmelden, evtl. auch als Nebenerwerb.
2. Falls gewünscht eine USt-befreiung beim Finanzamt beantragen, als Kleinunsternehmer ist man nicht autmatisch davon befreit. Die REchnungen die Sie ausstellen dürfen dann die USt nicht beinhalten. Aber auch drann denken, wenn USt-befreit, dann kann man auch für die REchnungen vom Lieferanten nicht USt zurück erhalten.
3. Buchhaltung: Bis zu 17500 EUR gilt man als Kleinunternehmer. Eine einfache Einnahmen/Überschuss-REchnung reicht aus. Hier werden die Einnahmen den Ausgaben gegenübergestellt. Der verbleibende Gewinn wird dann im Einkommenbescheid angegeben.

Meine Frage, wie sieht es mit der Sozialversicherung aus?

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Re: simple "Existenzgründung"
Re: Kleingewerbe

Beitragvon Imperator19 » 08.04.08

susangeli hat geschrieben:Hallo,
im Großen und Ganzen ist nicht viel Unterschied zu einem Händler, der dies hauptberuflich machen möchte.
1. Gewerbe anmelden, evtl. auch als Nebenerwerb.
2. Falls gewünscht eine USt-befreiung beim Finanzamt beantragen, als Kleinunsternehmer ist man nicht autmatisch davon befreit. Die REchnungen die Sie ausstellen dürfen dann die USt nicht beinhalten. Aber auch drann denken, wenn USt-befreit, dann kann man auch für die REchnungen vom Lieferanten nicht USt zurück erhalten.
3. Buchhaltung: Bis zu 17500 EUR gilt man als Kleinunternehmer. Eine einfache Einnahmen/Überschuss-REchnung reicht aus. Hier werden die Einnahmen den Ausgaben gegenübergestellt. Der verbleibende Gewinn wird dann im Einkommenbescheid angegeben.

Meine Frage, wie sieht es mit der Sozialversicherung aus?

LG susan


Hallo Susan,

danke für deine Antwort.
Jetzt endlich komme ich auch dazu, zu reagieren (wie gesagt, Kleingewerbe und NEBENerwerb, da ich immer noch meine, Zeit über zu haben).

Was meintest du mit der Aussage: Vom Finanzamt von der Umsatzsteuer befreien lassen? Ich kann diese ja sowieso nicht absetzen als Kleinunternehmer...

Danke für deine Hilfe!

MfG
Gabriel
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Re: simple "Existenzgründung"
Kleingewerbe nicht automatisch von der USt befreit

Beitragvon gründerberaterin » 24.05.08

Hallo,
auch ich etwas verspätet mit der Antwort: Wenn man sein Kleingewerbe anmeldet ist man nicht automatisch von der USt befreit, dies muss noch dem Finanzamt schriftlich mitgeteilt werden. Auszug us unserem Buch Seite 90:

Kleinunternehmerregelung
Normalerweise ist jeder Unternehmer verpflichtet, Umsatzsteuer (USt) abzuführen.
Für ganz kleine Unternehmen gibt es eine besondere Umsatzsteuerregelung. Wenn Sie das bereits bei Ihrer Meldung ans Finanzamt vermerkt haben, machen Sie gemäß § 19 UStG Gebrauch von der Kleinunternehmerregel. Sinnvoll ist das immer dann, wenn Sie gewisse Umsatzgrenzen einhalten und ansonsten keine gravierenden Einstiegsinvestitionen tätigen (Kapitel 1).
Die Umsatzsteuer muss nicht ausgewiesen werden, wenn Sie Kleinunternehmer (Kleingewerbe) sind. Kleinunternehmer sind Sie, wenn Folgendes auf Sie zutrifft.:
>> Im Vorjahr lag der Bruttoumsatz unter 17.500 €.
>> Im laufenden Jahr liegt der Bruttoumsatz nicht über 50.000 €.
Die Kleinunternehmerregelung bewirkt, dass ein Unternehmer von der Verpflichtung befreit ist, die Umsätze auf seinen Rechnungen mit Umsatzsteuer zu belasten. Sie senken mit diesem legalen Trick Ihren Verkaufspreis um die Höhe der Umsatzsteuer. Sie geben beim Finanzamt keine Umsatzsteuer-Voranmeldung ab, dürfen aber selbst auch keine Vorsteuer geltend machen. Verkaufen Sie Ihre Waren nur an Endverbraucher, spielt das für Sie und Ihre Kunden keine Rolle. Interessierte können diese festgeschriebene Regelung im Kleinunternehmerförderungsgesetz nachlesen.

Daher habe ich darauf hingewiesen.
Freue mich von dir zu hören, wie es weiter geht... :lol:

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Re: simple "Existenzgründung"

Beitragvon Benz-in » 10.06.08

wobei......... man als Kleingewerbler hin und wieder von den Großhändlern nicht besonders "ernst" genommen wird..

Für Händler ist es - da Umstatzsteuer ja Durchlaufposten - eher wurscht - lediglich für Geschäfte mit dem Endverbraucher u.U. "interssant"... da werben manche Kleingewerbler ja schon damit, dass man bei ihnen "billiger" einkaufen kann als bei einem anderen, weil der private Endverbraucher sich die MwSt. spart.. nun denn... da weiss ich noch nicht was man als "Profihändler" - evtl. mit Lager, Versand, Angestellten etc. von dieser Art "Konkurrenz" halten soll...

und.... Knackpunkt: dürfen aber selbst auch keine Vorsteuer geltend machen - YES - und da frag ich mich.. denn ich muß ja auch auf meine Anschaffungen (Software, Hardwre, Büromaterial.. sonstiges) Steuern abführen, die ich dann nicht geltend machen kann.
Das kann sich - gerade in der Anfangszeit bei Investitionen negativ auswirken.. noch kaum Einnahmen, aber ne Menge Ausgaben!

:roll:
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Re: simple "Existenzgründung"
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Beitragvon gründerberaterin » 10.06.08

Benz-in hat geschrieben:wobei......... man als Kleingewerbler hin und wieder von den Großhändlern nicht besonders "ernst" genommen wird..

Sprichst du hier aus Erfahrung?


Benz-in hat geschrieben:und.... Knackpunkt: dürfen aber selbst auch keine Vorsteuer geltend machen - YES - und da frag ich mich.. denn ich muß ja auch auf meine Anschaffungen (Software, Hardwre, Büromaterial.. sonstiges) Steuern abführen, die ich dann nicht geltend machen kann.
Das kann sich - gerade in der Anfangszeit bei Investitionen negativ auswirken.. noch kaum Einnahmen, aber ne Menge Ausgaben!

- da gebe ich dir komplett recht. Ich persönlich würde eher kein Kleingewerbe anmelden. Gerade mit der ausbezahlten USt kann dann evtl. neu investiert werden. evtl. reicht auch der Vermerk als Nebenbeschäftigung an der Gewerbeanmeldung. Muss ja mein Grosshändler nicht erfahren. Je nachdem wie man sich dann auch selbst präsentiert /verkauft.

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Re: simple "Existenzgründung"

Beitragvon Benz-in » 10.06.08

hei! Nein - nicht eigene Erfahrung - aber im Bekanntenkreis :lol:

2. ganz genau - denn ob ich "Nebengewerbler" bin oder nicht, erfährt sonst keiner - außer Gewerbeamt, Finanzamt, ggf. Arbeitsamt (Existenzgründung über Nebenberufliche Selbstständigkeit)

Mich persönlich "stört" es, wenn ich zum Teil reichlich unprofessionell bis "lieblos" präsentierte Kleinstunternehmen sehe, die dann aber gaaaanz groß damit werben, DASS sie eben "kleinst" sind und "billiger" sein können, weil die Mehrwertsteuer nicht berechnet werden muß.

Ich empfinde diesen "Wettbewerbsvorteil" nicht mit unserem System von Marktwirtschaft konform...
Benz-in
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